Die Leiden des jungen Jason – Stets abwärts…
Kolumnen |
12. November 2008 20:57 Uhr |
Bateman |
Diese Kolumne beruht auf den Wissenstand bis zu den Anfängen des Countdown über das Batman-Universum, wer also Angst vor Spoilern hat, sollte jetzt aufhören.
Jason Todd ist Robin. Jason Todd ist der Robin, bei dem die Leser abstimmten, ob er leben oder sterben soll. 1988 wurde damit sein Schicksal besiegelt. Der Joker erschlug ihn mit einer Brechstange und ließ die Halle, wo Jason sich befand, explodieren. Bei dem Verlag “Dino”, der vor Panini, die DC Comics übersetzte, gab es auf den Redaktionsseiten den Running-Gag, nur Jason Todd sei wirklich Tod. Als 2003 “Hush” rauskam, war es eine spannende Geschichte über einen womöglich lebenden Jason Todd. Alles stellte sich bei Hush als Lüge und Illusion heraus und es war, so wie ich es empfinde, die klügere Entscheidung. Doch damit blieb es nicht.
Es stellte sich nur die Frage, was der Riddler mit dem Leichnam von Jason gemacht hat und als Fan ahnte man an dieser Stelle schon Übles. Dass die Lösung auf diese Frage mit “Under the hood” schon so schnell kam, ahnte man allerdings nicht. Die Lösung, wer unter der Maske des neuen Vigilanten “Red Hood” steckte, war so plumb wie einfach. DC holte den zweiten Robin in dieser Form wieder und zwar als dunklen Robin/Batman-Verschnitt. Die Einführungsgeschichte war interessant und rasant geschrieben, aber die Antwort auf die Frage, wie er wieder lebendig wurde und wie sich dieser Charakter entwickeln würde, gab es noch nicht. Wie er wieder auf Erden wandeln konnte, wurde kurz und bündig in einem einzigen US-Heft erklärt, ohne viel Zeit zu verschwenden. Es regte viele Leser auf, dass die Antwort auf sein Dasein mit einem Schlag des Superman Prime geklärt wurde, aber ich fand, dass es “okay” war. Sicherlich kein Meisterstück der Erzählkunst und alles andere als originell und logisch, aber nun gut. Wie sich der Charakter entwickelt hatte, ist aber viel schlimmer. Vom verschwundenen Leichnam zum wiederbelebten Nemesis, der Rache will, war noch interessant, auch wenn der Tod tragisch genug war, um ihn so ad absurdum zu führen. Nach der “Infinite Crisis” führten sie ihn allerdings als Verbündeten ein. Er war zwar noch rebellisch und noch düsterer als der düstere Batman, der Prozeß zum Mitglied der Batman-Familie fing schon an. Als zweiter Nightwing mordend durch New York City zeigt nun ein Teaserbild, wie er ein neues Kostüm trägt und abermals mehr Anti-Held und verstoßenes Mitglied der Batman-Familie bleiben wird.
Versteht mich nicht falsch. Ich bin ein Fan von jeglichem Mitglied der Batman-Family, aber es ist echt schade, wohin sich der Charakter in kürzester Zeit entwickelt. Wenn es in diesem Tempo weiter geht, wird er ein Superheld unter vielen sein und “A death in the family” wird ein Stück mehr verblasst sein.




3 Kommentare | Einen eigenen Kommentar schreiben
Es gibt eine Batman of the Future Verfilmung, namens “Der Joker kehrt zurück”. Auch dort wird die Thematik des wiederkehrenden Jason Peter Todd behandelt. Da verläuft die Geschichte aaber gaanz anders. Wie scheisse isn das? ^^ Death in the family ist soein toller Comic und somit vernichten sie ja eigentlich die Wirkung dieser Reihe. Ehrlich gesagt – er hätte tot bleiben sollen.
14.11.08 13:36 Uhr | | Nach oben
Ich finde auch Todd hätte seiner besten Rolle im DCU nicht beraubt werden sollen, die des mausetoten Robin.
Als Warnung an alle nachfolgenden Robins: Brich’ die Regeln von Batman und du endest wie Todd. Tot. Durch eigene Dummheit.
Und als ewige Warnung an Batman: Wer immer dir auf deinem Kreuzug gegen das Verbrechen folgt, er muß mindestens so gut trainiert sein wie Dick, oder er wird in dieser Welt der Verbrecher nicht lange überleben. Also über lege dir genau, wer der nächste Robin wird.
(Bei Stephanie Brown war das wieder vergessen, aber das kann man noch als Batman provoziert Robin durchgehen lassen.)
Leider hat Time Warner den Fehler gemacht einen Dan Didio einzustellen, der mit einer ganzen Horde von “Speichelleckern” was noch freundlich ausgedrückt ist, sich daran macht das DCU in eine krude Mischung aus Sliver Age gewürzt mit etwas Modern Age zu verwandeln. Oder sagen wir es direkt in die comics die Didio als Kind gern gelesen hat, ohne wenn und aber.
Was das mit Todd zu tun hat? Nun offensichtlich ist Didio niemals ein Fan von Batman und Robin gewesen, und schon gar nicht von Dick Grayson.
Also sollte Dick die Infinite Crisis nicht überleben, weil und das hat Didio auch in seiner Newscolumne die Teil der US DC comics ist, zugegeben, Didio nicht versteht wer Dick Grayson ist.
Das muß man sich erst Mal zu Gemüte führen.
Der Big Kahuna von DC kapiert nicht wer Dick Grayson ist. Das ist nun schon einige Jahre her, aber IMHO weder Didio noch Winick haben kapiert wer Dick Grayson ist, und dass Dick nicht Robin oder Batman sein muß um im DCU Bedeutung zu haben.
Warum wohl hat es die Nightwing Solo serie auf 153 Ausgaben gebracht und wurde nicht wegen schlechter Verkaufszahlen, sondern wegen des Endes von Batman R.I.P. eingestellt?
Aber zurück zu Todd. Der Nichtskönner (ja nach über 30 Jahren des DC comic Lesens und Sammelns erlaube ich mir so ein harsches Urteil) sollte nun also Dick Grayson beerben, was in der letzten Minute von Paul Levitz und Geoff Johns verhindert wurde wenn die Gerüchte stimmen, da das ja nun nicht stattfand, den comic Göttern sei Dank, driftet Todd durch das DCU, und man merkt deutlichst wie überflüssig er ist.
Ob da wohl die Verfilmung von “Under the Hood” Abhilfe schaffen kann? Man darf gespannt sein.
Natürlich ist mein Kommentar total subjektiv, und ich gebe auch gerne zu, das ich damals zu den Amerikanern gehörte, die per Telefon für den Tod von Todd gesorgt haben.
Aber die Wiederkehr von Todd ist ja nur eines der vielen “Mißgeschicke” die Didio bei DC hingezaubert hat, man darf gespannt sein, was nach dem Weggang von Paul Levitz noch so alles passieren wird, mich deucht nichts Gutes.
12.04.10 16:30 Uhr | | Nach oben
dick ist meiner meinung nach der wohl schwulere von beiden.ich meine…wenn batman furzt würde er doch sofort seine nase zwischen seine arschbacken klemmen.wenn ich ne brechstange wie joker hätte wäre der mein erstes ziel und dann der lackfutzi batman.
05.08.10 03:08 Uhr | | Nach oben
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