Am schicksalhaften 11. September 1992 passierte es. Der Anfang vom Ende, der erste Schritt am Abgrund, das schlimmste Ereignis in der Batman-Geschichte. Noch schlimmer als “Batman and Robin” von Schumacher. Man fand nämlich, dass der Joker in der “Batman Animated”-Serie, die Zeichentrickserie von den Batman-Comics, zu wenig hergibt. Er sollte eine Gespielin bekommen. Die Folge “Joker’s Favor” war damit der Anfang vom Ende des Jokers.

Harley Quinn alias Dr. Harleen Quinzel kam nämlich so gut an, dass man sie in dem “Animated-Universum” fest einbaute. Sie ergänzte sich zum Joker gut, dessen Charakter wurde für die Kinder ja auch recht verharmlost worden. Sie wirkte sogar fast süss, wenn sie immer “Mr. J” sagte.

Doch es dauerte nicht lange und sie kam auch in die Comicwelt. Erst in die “Animated-Comics” (Mad love), dann während des “Niemandslandes” in der Ausgabe “Batman: Harley Quinn”. Es ist eine Frage, was die Macher damals bewegte, diesen Charakter ins Realuniversum rüberzubringen. Scheinabr schien der Joker nicht mehr beliebt genug zu sein, man weiß es nicht. Jedenfalls war das einzig Gute an der Ausgabe das schöne Cover von Alex Ross, welches ihr jetzt beim Post auch sehen könnt.

Ich wette, dass die Zahl der Fans, die sie nicht mögen, um einiges größer sein wird, als viele scheinbar glauben. Hatte sie mit ihrer lustigen Art ein gewisses Recht aufs “Animated” bekommen, so verfliegt dieses sofort beim Realuniversum, da sie all jene Eigenschaften des Jokers durch ihre Präsenz zunichte macht. Sicherlich gibt es seit 1999 auch Geschichten nur mit dem Joker, aber jedes Heft mit ihr stört, da sie im Gegensatz zu ihrem Mr.J auch nicht lustig, cool, eine Bedrohung oder sonstwas ist. Man hätte sie wenigstens genug vom “Animated-Universum” ändern können, damit sie einfach genauso irre und psychopathisch wie ihr männliches Pendant ist, aber nun gut. Leider ist sie ja mittlerweile aber auch anderswo tätigt. So durfte man sie z.B. in Batman-Events wie “Hush” sehen, wo sie mit ihrem kurzen Auftritt als Opernclown auch die gesamte Coolness der Reihe zunichte gemacht hat. Aber auch über dieses Status sind wir schon hinaus. Mittlerweile macht sie sogar allgemeine DC-Events wie den “Countdown”, der aber generell schlecht war, noch schlechter. Auf dem Teaserbild für “Batman: Battle for the cowl” ist auch wieder zu sehen, man kann leider wieder nicht viel erwarten.

Jede Geschichte, wirklich jede, die mit dem Joker spielte und cool war, sei es “Arkham Asylum” oder “The killing joke” ist allein mit ihm. Es gab vielleicht eine, zwei, vielleicht sogar drei Geschichten mit ihr die man lesen konnte, ein besonders gutes Comic ist mir aber noch nicht untergekommen und ich glaube, da stehe ich nicht alleine mit. Wünschenswert wäre es, wenn man sie irgendwann, meinetwegen während eines DC/Batman-Events umbringen würde, damit mit ihrer nervigen und unlustigen Art endlich Ruhe wäre, denn brauchen tut sie nun wirklich keiner.

Seht ihr es genauso oder seid ihr gar Anhänger des weiblichen Clowns? Schreibt es!

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