In dem ersten bzw. zweiten Post dieses Blogs geht es um ein Thema, welches gerade bei der Comicszene so eine große Rolle spielt wie nirgends anders. Die Wiederauferstehung! Und sie haben es fast alle getan. Von den ganz großen wie Superman und Batman bis hin zu den unbekannteren Helden wie Blue Beetle. Um mehr verkaufte Heftausgaben von großen Comic-Events zu bekommen, wird mit dem Tod geworben. Manchmal noch sehr mysteriös, so dass man nur weiß, dass vier von fünf Charakteren eines Events wie DCs “52″ überleben werden oder auch manchmal recht offensichtlich wie bei dem neuen großen Batman-Event “Batman R.I.P.”. Doch worin liegt der Sinn der Wiederauferstehung? Was kann man als “Fanboy” den Verlägen noch durchgehen lassen und was ist einfach nur unverschämt?

Es fing vielleicht mit dem Tod zweier großer Helden an. Batman und Superman bekamen beide ungefähr im Jahr 1992 eine Geschichte mit tragischem Ende. Sicherlich starben auch vorher schon Helden und sie wurden wiedererweckt, doch die Welle der düsteren Superhelden-Geschichten fand erst Ende der 80er mit “Watchmen” und “Die Rückkehr des dunklen Ritters” statt und den Tod zweier Größen wie Superman und Batman gab es halt so auch noch nicht. Es war sicherlich bei beiden Figuren klar, dass sie nicht für immer weg sein würden und bei beiden gab es ja auch fast einen nahtlosen Übergang zu ihrer Rückkehr, Batman starb ja auch nicht wirklich, sondern sein Rückgrat brach “nur”, aber es war halt der erste Schritt zu einer bestimmten Richtung.

Ehrlich gesagt hasse ich die Wiederauferstehung. Den Abgang eines Helden bzw. Charakters einer Geschichte verbinde ich meist mit echt großen Gechichten. Geschichten, bei denen man sich Mühe gegeben hat bzw. der Tod eines Heldes macht die Geschichte zumindest wichtiger und auch besser, selbst wenn die Geschichte im Grunde genommen nicht gut war. Oftmals wird die Rückkehr gut geschrieben wie meiner Meinung nach in Kevin Smiths Green Arrow Wiederauferstehungssaga oder sie wird wenigstens umwerfend gezeichnet und über den inhaltlichen Aspekt schaut man irgendwie drüber weg wie bei Hal Jordans Rückkehr in “Wiedergeburt”. Und manchmal ist es leider keins von beiden und der Autor versucht seine Geschichte gut wirken zu lassen, indem er einfach großartige Geschichten in den Dreck zieht bzw. alte Helden heraus holt, mit denen man auch Großes verband.

Man sollte Helden, die einen guten Abgang hatten und auch nicht bekannt genug waren, auch in Ruhe lassen. Genauso wie große Storylines. Alan Moore schrieb “The killing joke”, ein großartiges Werk, wo der Joker Barbara Gordon anschießt, die bis heute an unter der Schußwunde leidet und im Rollstuhl sitzt. Dass nun ein drittklassiker Held in einer Geschichte, die schlecht gezeichnet wurde und auch nicht wirklich gut geschrieben wurde, als Zeitreisender wichtige Ereignisse der DC-Geschichte besucht(100% DC: Booster Gold 1) , erschließt sich mir nicht ganz. Schlußendlich bringt man unglaublich gute Geschichten mit mittelmäßigen in Verbindung, ganz zu schweigen von der fehlenden Dramatik, die ein Tod in der Superheldenszene nun besitzt. Dass Batman in “Batman R.I.P.” sterben wird, halte ich schon für unwahrscheinlich, aber selbst wenn, dann nicht von langer Dauer. Der Schritt zu etwas Neuem fehlt einfach.

Das Hypen eines Todes ist schon so alltäglich geworden wie die regelmäßig erscheinenden Mega-Events bei Marvel und DC. Es ist mittlerweile zu einer Phrase geworden und verdeckt meines Erachtens die Tatsache, dass die Geschichten, in denen der Tod stattfindet, nicht gut geschrieben waren. Ein Tod ist einfach nicht schockierend, wenn man weiß, dass jemand wieder kommt. Und die an den Haaren herbei gezogene Wiederauferstehungserklärung wird dabei immer kurioser. Ich würde es begrüßen, wenn man weniger Leute sterben lassen würde, diese Geschichten aber auch Konsequenzen hätten. Hier habe ich auch die Batman-Geschichten kurz vor der “Infinite Crisis” besonders schlimm in Erinnerung. Sehr viele krasse Veränderungen kamen und sie wurden nach dem Mega-Event “Infinite Crisis” wieder alle urplötzlich gelöscht, als gab es sie alle nicht. So etwas kann doch nur die Fans verschrecken. Ich zumindest lese seit dem die Batman-Reihe nicht mehr regelmäßig, werde aber in “Batman R.I.P.” wieder reinschauen. Mich zieht das ganze Hypen um den Tod eines Helden einfach an. Ich kann nicht anders.

Was ist mit euch? Seid ihr begeisterte Fans, die sich über jeden Tod und jede weitere Wiederauferstehung freuen oder habt ihr euch aus Frust den Superheldencomics schon abgewandt? Schreibt es!

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