“All Star Batman 5″ – Witzig zu lesen, aber irgendwie leer, ein Miller eben!
DC-Rezis, Kritiken |
26. November 2008 16:44 Uhr |
Bateman |
Frank Millers neuestes Projekt zusammen mit dem Zeichner Jim Lee (Hush) ist aufgrund dieser beiden bekannten Männer von Anfang an ein Projekt gewesen, wo die Fans nur drauf gewartet haben. Beide haben eine große “Fanbase” und beide liefern vor allem auch gute Arbeit ab. Doch diese Serie ist seit ihrem Erscheinen dafür bekannt, dass sie außer ein paar coolen Sprüchen inhaltlich nichts hat. Wird das in der Nr 5 auch noch so sein?
Viel passiert in der Ausgabe mal wieder nicht. Black Canary, Batgirl und Catwoman sind da und mischen die Unterwelt Gothams auf. Coole Sprüche und knackige Frauen, das war schon einmal der Inhalt des einen US-Heftes. Im anderen führt Batman eine Diskussion mit Green Lantern (Hal Jordan), der Batmans Vorgehensweise für kritisch hält. Und zu allem Überfluss mischt Robin sich in den Streit hinein. Diese Inhaltsangabe klingt auch nach wenig, ist es auch. Ich muss zugeben, dass ich selten so wenig Story in einem US-Heft gefunden habe und dabei gibt es kaum große Kämpfe, um über den Inhalt wegzusehen.
Dafür machen die Dialoge wirklich Spaß. Selten eine Seite gehabt, wo ich nicht wenigstens ein Schmunzeln im Gesicht gehabt habe. Miller schämt sich zwar für den nicht vorhandenen Inhalt nicht, aber humorvoll schreiben kann er. Dabei sprüht das Gespräch zwischen Bruce Wayne und Hal nur so vor Ideen und vor allen Dingen mit interessanten Ansätzen über den moralischen und ethischen Status eines Helden. Auch die leichte Neuinterpretation der anderen Helden aus dem DC-Universum ist einfach erfrischend und macht auch mit Green Lantern wieder Spaß. Wenigstens wurde der erste Handlungsstrang, Robins Einführung, im letzten Heft mehr oder wenig abgeschlossen, jetzt wird es halt interessant, was die nächste große Geschichte in der Serie ist. Mit dieser neuen Richtung wird sich auch die Qualität zeigen.
Die Zeichnungen von Jim Lee sind wieder wirklich gut. Ich finde, dass sie sich sogar gesteigert haben und gerade der Abschluss, wo Bruce mit Dick auf dem Friedhof ist, ist wirklich gut eingefangen. Er kann damit nicht nur Actionszenen und “Babes” zeichnen, sondern noch mehr.
Es ist echt schwierig diese Serie zu bewerten. Einerseits unterhält sie einen wirklich gut, anderseits ist das eine einzige Frechheit, was sie uns an Inhalt bietet. Wenn eine komplexere, oder auch einfach nur eine Geschichte, kommen würde und nicht dieses “Nichts”, dann könnte man die Serie auch viel mehr genießen.






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