1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (2 Stimmen, im Schnitt: 3.5 von 5) Loading ... Loading ...

Mit Nr.26 hat “R.I.P” nun endgültig begonnen. Schon beim vorigen Heft las man den Prolog, der erahnen ließ, dass Morrisson in Sachen “wahnwitziges Erzählen” auf seinem Höchststand ist. Dabei ist diese Ausgabe recht solide und vor allem aber auch erstaunlich gradlinig. Eine Seltenheit bei diesem Autoren.

Bei “Der Unhold mit den neun Augen” wird Bruce Wayne mit seinem “Dauer-Date” Jez von einem Handlanger Black Gloves als Geisel genommen. Während Bruce immer mehr durchdreht, muss er trotzdem versuchen die Situation zu entschärfen, ohne dass Jez heraus findet, dass er der Batman ist. Oder ist das gar nicht mehr möglich?

In der zweiten Geschichte namens ” Mitternacht im Hause Hurt” werden eifrig weiter die Gleisen zur weiteren Geschichte gelegt. Batman und Robin in einer Stadt ohne Verbrecher und Black Glove plant eifrig weiter. Außerdem muss Bruce Wayne sich noch um seine Beziehung kümmern.

Der Anfang von “R.I.P.” ist erstaunlich solide. Die Geschichten sind beide überraschender Weise recht gradlinig, man erkennt Morrissons Vorliebe für einen abgedrehten Erzählstil aber noch sehr gut, sein es kuriose Figuren oder zusammenhangslose kurze Einblicke in eine unbestimmte Zukunft.

In beiden Heften geht “es” noch nicht los, aber es passiert sehr viel kleines. Kleine Veränderungen, Dialoge, die eine neue Sicht der Figuren zeigt, halt kleine Vorbereitungen, die sich noch zu etwas ganz Großem entwickeln können.

Demnach fällt dieses Heft leider ein wenig ab im Gegensatz zum vorigen. Einfach weil das letzte Heft das Ende einer Storyline war, wo es krachte und ein wenig aufgelöst wurde, und hier muss erst einmal alles in die Gänge kommen.

Die Zeichnungen sind sowohl von Ryan Benjamin wie auch von Tony Daniel solide bis gut, wobei Daniel positiver auffällt.

Als kleinen Schmankerl bekommt man in dieser Ausgabe noch ein Poster, welches eigentlich aus den Covern besteht aus den Heften von “Gotham Underground”. Eine tolle Idee!

Ferner muss ich allerdings noch sagen, dass die Veröffentlichungspolitik von PaninI Comics ein wenig dreist ist. Es ist schön, dass der Preis für “Batman” auf 4,95 € gesunken ist, aber ich habe die neue Volume eigentlich schon nicht mehr kaufen wollen, weil man statt vier US-Hefte nur noch drei bekam und das zum selben Preis. Jetzt ist zwar der Preis verändert, aber das Argument, man würde zeitlich zu nah an die US-Serie rankommen, zieht nicht. Aber nun gut. Da “Batman” aufgrund von Morrisson derzeit wirklich interessant ist, lese ich auf jeden Fall noch weiter.

Als letztes noch: Es gibt eine Variant-Ausgabe von Nr. 26 mit einem echt tollen Alex Ross-Cover!

Verwandte Artikel