“Batman: Cacophony”: Teil 1 – Joker, Onomatopoeia und Zeus
Kritiken, US-Rezis |
22. Dezember 2008 21:01 Uhr |
Bateman |
Vor einem Monat habe ich von dem Start der Mini-Serie “Cacophony”, vom Regisseur und Comicautor Kevin Smith, berichtet. Ich kannte bisher von Smith nur die Wiedererweckungssaga von Green Arrow, die sehr unterhaltsam war, allerdings war Smiths Schreibstil da schon sehr schwer zu beschreiben. Irgendwie sind seine Geschichten unterhaltsam, aber sie haben nichts Definierbares. Nun, nach etwas Verzug, schreibe ich über die erste Ausgabe von “Cacophony”. Eine dreiteilige Saga über Onomatopoeia, der in Green Arrow zum ersten Mal auftrat, dem Joker und natürlich Batman, die, kurz gesagt, bisher unterhaltsam ist, aber dessen Richtung noch unklar ist.
Der erste Teil von “Cacophony” fängt mit Deadshot an. Der Auftragskiller bricht in Arkham Asylum ein und stattet dem Joker einen Besuch ab, um ihn zu töten. Doch bevor er die Tat vollbringen kann, schreitet der sehr seltsame Onomatopoeia ein und flüchtet mit dem Joker. Während sein Befreier sich nicht mehr zeigt, muss der Joker Rache an jemanden Rache üben.
Die Geschichte ist bisher recht unterhaltsam. Kevin Smith kann seinen Wortwitz am Anfang gerade beim Joker und seinem Befreier gut unterbringen, danach merkt man allerdings, dass er mit dieser Reihe eher ernste Töne anschlagen will. Die Sachen, die da teilweise abgehen, sind schon recht hart. Sei es das Feuergefecht mit Deadshot oder der Joker, der sein Hinterteil zum sexuellen Verkehr anbietet. Für eine einzige Ausgabe passiert schon recht viel, auch wenn die Tendenz, die diese Serie besitzt, noch nicht ganz klar erkennbar ist. Während Jokers Pläne recht offensichtlich sind, bleiben die von Onomotopoeia im Unklaren und auch der dunkle Ritter war noch nicht aktiv.
Recht angenehm war die Vielzahl von bekannten bzw. unbekannten “Villians”, die man allein in dieser einen Ausgabe zu sehen bekam. Auch deren teilweise Neuinterpretationen waren recht erfrischend. Ich kannte den Green Arrow Gegner Onomotopoeia vorher nicht, aber gerade er bringt frischen Wind in die Geschichte rein. Ich begrüße es, dass man Charaktere aus anderen Serien in ungewohntes Terrain bringt, das klappte bei Promethus auch schon in “Hush 2″ gut. Die Geschichte selber liest sich bisher nett, die Frage ist nur, wohin sie tendieren wird, denn was weiter passiert, kann man noch überhaupt nicht erahnen.
Obwohl viel passiert, hält sich die Ausgabe oft selbst auf. Die Gespräche sind viel zu lang und wenn erst einmal angefangen wird zu reden, hören die Personen auch erst nach Seiten (!) wieder auf. Das bringt sicherlich die gewünschten Informationen für den Leser voran, man merkt aber, dass Smith das Comic mit Actionpassagen wieder ausgleichen will, die etwas krampfhaft wirken. Auch der kurze Part, wo Batman auftaucht, war eigentlich total überflüssig, denn der Sinn darin war, ihn lediglich vorzustellen, für die restliche Geschichte waren die ganzen Seiten mit ihm total überflüssig.
Die Zeichnungen waren okay, nicht mehr und nicht weniger. Walter Flanagan macht seinen Job solide, auch wenn sein Stil gerade in der zweiten Hälfte viel statischer wirkt. Generell hat er den Charakteren äußerlich einen anderen Typ gegeben, als den, den sie zur Zeit besitzen. Der Joker mißfällt mir, Zszaszs Wesen ist nun viel monsterartiger, was ganz erfrischend ist. Flanagan kann aber gerade mit der Bildermontage gut umgehen. Sein bildlicher Erzählstil hat ständig ein paar nette Ideen. So zeigt er viele Bilder hintereinander vom selben Bildausschnitt, um zu erzählen oder benutzt Splashpages, um jemanden gut in Szene zu setzen.
Es ist recht schwer, diese Ausgabe zu bewerten. Zur Zeit ist sie recht solide und liest sich locker. Kann streckenweise gut unterhalten, man muss aber das Gesamtpaket sehen, um gut urteilen zu können.






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