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Ich gestehe: Ich kannte vorher nichts von Conan dem Barbaren. Recht negativ bleiben mir gewisse Filme mit Arnold Schwarzenegger im Kopf hängen, von denen ich aber auch kaum etwas gesehen habe. Von den Comics oder gar den Romanen wusste ich nicht einmal ansatzweise etwas. Als Fantasy-Fan packte mich aber die Neugier und mit Band 9 von Conan erwartet einem die Entstehung von dem berüchtigten Barbaren in einer grausamen und mitleidslosen Welt. Gute Unterhaltung in einer Fantasywelt, die glücklicherweise mal nicht so stark von Tolkien beeinflußt wurde.

Als Neueinsteiger kann man ruhig diese Ausgabe lesen. Man braucht kein Vorwissen und einem wird recht leicht und interessant die “Entstehung” von Conan präsentiert. Von Geburt, seiner Jugendzeit, bis zu seiner ersten großen Schlacht als junger Mann, an dessen Anfang er nicht ganz unschuldig ist, wird dem Leser Conans ersten Jahre in Ruhe erzählt. Dabei ist es schön, dass es kaum Klischees gibt, die man ansonsten im Fantasy-Genre zur Genüge fand.

Die Geschichte hat zwar in regelmäßigen Abständen Kämpfe und zugegebenermaßen ist die Charakterisierung der Figuren und deren Interaktionen relativ verhalten und nun nicht unendlich komplex, aber trotzdem wirkt es zum Glück so, dass die Gewalt der Geschichte dient und nicht andersrum. Trotzdem oder Gott sei Dank bekommt man als “Conan”-Fan auch durch die Kämpfe das gewünschte Barbaren-Feeling.

Hier kommt man auch zum stärksten Punkt des Bandes. Die Zeichnungen von Greg Ruth und die Kolorierung. Die Zeichnungen besitzen einen ganz eigenen Stil, der wie perfekt in diese junge Welt passt. Der Hintergrund ist oft nur angedeutet, die Figuren mit feinen Linien dargestellt und so wird einem ein Comic ganz anders präsentiert als es bei den meisten Comiczeichnern üblich ist. Dazu der tolle Kolorist und es ist bei mir wirklich selten, dass ich die Kolorierung lobe, aber diese ist sehr eigenwillig und ergänzt sich perfekt zu den Zeichnungen. Die verschiedenen Braun-, Grau-, Gelb- und Rottöne machen das Ganze zu einem kleinen Kunstwerk.

Die Geschichte weiß zu unterhalten, sticht aber auch nicht stark hervor. Für Fans von Conan empfehlenswert und auch für andere Freunde der anderen Fantasy ebenfalls. Doch gerade die Zeichnungen stechen in diesem Band hervor und machen ihn einzigartig.


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