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Verheißungsvoll steht geschrieben: “Die Schlacht vor dem Ende des Countdowns”, so steht es zumindest auf “Rückseite” des Paperbacks. Das stimmt schon, immerhin wird keine qualitative Aussage über die Schlacht an sich gemacht, auch Wörter wie “spektakulär” finde ich da. Na ja, das stimmt eher weniger, dabei meinen sie noch nicht einmal die hier vor mir liegende Ausgabe, sondern gar das ganze Event. Ich versuche zu erklären, weswegen ich schon wieder so missmutig bin.

So langsam nähern wir uns dem Ende dieser Reihe und man merkt es auch deutlich. Alle Handlungsfäden werden miteinander verwoben, die groß angekündigten Kriege finden statt und man versucht alles ganz dramatisch zu machen. Doch irgendwie will der letzte Funke nicht rüberspringen. Wahrscheinlich weil sie nun mit Effekthascherei versuchen, dass die Geschichte besser ist, als es es den Tatsachen entspricht.

Das Stichwort dieser Ausgabe ist wohl “Zusammenkunft”, als zweites vielleicht “Auflösung”. Denn alle Personen, die bisher ihre Abenteuer alleine bestritten, werden entweder nun zusammen geführt oder sind zumindest alle auf Apokolips. Auch vieles, wenn nicht alles, wird erklärt. So weit, so gut. Auf Piper wird vorher gar nicht mehr eingegangen und auch Holly, Harley und Mary kommen ohne viel Aufstand schnell zum Höllenplaneten. Die erste Hälfte des Buches gehört somit wieder Donna, Jason und Kyle, die Palmer alias Atom nun gefunden haben und genau auch hier findet die große Schlacht statt, auf die seit der ersten Ausgabe aufgebaut wurde. Leider merkt man, dass alles sehr schnell gehen sollte. Obwohl zahlreiche Parteien mitmischen und die Schlacht elementar wichtig bist, bekommt man sie nur als Außenstehender zu sehen. Weder von den Monitors wie auch von Monarchs Parallelwelten-Armee bekommt man viel mit und Superboy Prime wird als Notlösung vom Autor genutzt, um schnell den Krieg abzuhandeln, dabei war sein Auftritt in der vorigen Ausgabe wirklich gelungen.

Generell ist die Zusammenkunft der Charaktere sehr billig gelöst. Wie von Zauberhand erscheinen von einem mysteriösen Wesen Botschaften, sie sollen zum Höllenplanten oder es erscheint gleich praktischerweise ein Portal dahin. Das wirkt alles mehr oder weniger sehr plumb. Ebenfalls erlebte man den den Forerunner, Monarchs großen Soldaten, so überhaupt gar nicht in Aktion und auch bei Monarch hätte ich eine Auflösung erwartet.

Obwohl die letzte Ausgabe auch sehr viel Tiefgang und Zwischenmenschliches beinhaltete, ist diese Ausgabe auf sehr viel Kampf und vielen lockeren Sprüchen ausgelegt. Obwohl dabei ständig nur die Apokalypse vor den Augen des Lesers ist, kommt so richtiges “Event-Feeling” nicht auf. Man wartet endlich, dass es losgeht, aber irgendwie ist das alles viel zu viel und viel zu schlampig umgesetzt.

Dass Jason Todd auf einen Batman trifft, der ihn gerächt hat, ist sehr cool von der Idee her. Leider hat man daraus zu wenig gemacht und die Entwicklung zu “Red Robin” habe ich generell zu gekünstelt empfunden. Aber ich mag die Idee generell nicht, darüber habe ich mich in einer ganzen Kolumne ja schon ausgelassen.

Die Zeichnungen sind wieder gutes Mittelmaß. Manche sind sogar echt nett und passen zu der Action, also sehr dynamisch, andere sind lediglich okay.

Abschließend kann man zusammenfassen, dass es schon viel schlechtere Ausgaben vom “Countdown” gab, aber man hätte trotzdem viel mehr daraus machen können. Dieser Teil der Serie tut nicht weh und alle, die so weit gekommen sind, werden wohl auch den letzten Teil lesen. Das war okay, umwerfen konnte es mich aber nicht.

“edit”:

Einen Tag später, um das Werk quasi zu “verdauen”, muss ich einiges einfach noch erwähnen. Ist das Werk generell schon nicht gut, so ist Hopfen und Malz verloren, wenn man zu den letzten zwei US-Heften des Paperbacks kommt. Logik und einen guten Plot findet man vergebens. Während man vorher schon die lächerlichen Kostüme von Harley und Holly als Super-Amazonen ertragen muss, ist die Pseudo-Zusammenkunft danach mit allen wichtigen Personen nur noch schlecht inzeniert. Auch dei spätere Bedrohung und all die ganzen Auflösungen, wie welche Person wohin geleitet wurde, ist sehr schwach erklärt. Man hat das Gefühl, das große Ganze ergäbe überhaupt keinen Sinn mehr. Auch der Tod einiger New Gods wird wenig in Szene gesetzt, so sind es doch wichtige und lang bekannte Figuren, die da von uns gehen und ganz zu schweigen von einer ganzen Welt, die uns hier auch noch verlassen wird. Wenigstens ist eine Brücke zu “52″ geschlagen, was als Idee so ganz nett ist, auch wenn der ganze Strang um Brother Eye sehr gekünstelt wirkt.

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