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Nach der leichten Begeisterung meinerseits über den qualitativen Aufschwung in der “Countdown”-Serie muss ich alles wieder revidieren. Nein, die Serie nimmt mit Nr. 4 bzw. Nr. 3 nicht noch mehr zu, sondern besinnt sich trotz eines mittelmäßigen Band 2 und einem netten “Tie-In Monster” wieder ihrer Herkunft. Das heißt: Stillstand, Chaos in den Geschichten, stellenweise uninteressante Charaktere und Storylines und natürlich die schlechten Zeichnungen, all die begrüßen uns in diesem Heft wieder wie alte Freunde. Ich versuche meine harten Anschuldigungen zu erklären.

Die Storylines nehmen wieder merklich ab.

1) Jimmy Olsen: Ich hätte nie gedacht, dass ich mal über eine Storyline, wo Jimmy Olsen die Hauptperson ist, wirklich Spaß hätte, aber Band 5 bzw. 2 konnte mit ihm echt unterhalten. Seine Versuche, dass Robin ihm richtig auf die “Fresse” schlagen soll, haben wirklich Spaß gemacht. Jetzt, nach der kurzen Pause, soll die Geschichte um ihn wieder ernster werden und versagt dabei. Jimmy bricht in leichter Manga-Form aus und landet auf Apokolips. Dabei versagt man wieder auf voller Länge, da die Geschichten um ihn einfach keinen Spaß machen, wenn sie spannend werden sollen. Generell nimmt er aber nicht viel Platz in dem Band ein.

2) Mary Marvel: Mary ist von den anderen Mentoren enttäuscht und trifft auf Eclipso. Auch für Mary ist nicht viel Platz da, aber das wenige, was man über sie sehen kann, enttäuscht auch. Der Werdegang zum Bösen ist so dilletantisch in Szene gesetzt und mit so lächerlichen Beweggründen, dass man das einfach nicht ernst nehmen kann. Dazu ihre Taten als Böse, die aber denkt, dass sie gerecht ist und deswegen irgendwelche Bauern verwandelt…Es ist einfach alles nicht überzeugend.

3)Piper und Trickster: Deren Geschichte tut einfach nicht weh wie die meisten anderen und der Junggesellinnenabend, in den sie reinkrachen, ist noch das Highlight im Band. Traurig aber wahr. Es ist alles so ganz nett, aber deren Flucht nimmt erstens an Fahrt ab und zweitens sind sie nach drei (!!!) Bänden immer noch auf der Flucht. Man merkt, dass der “Countdown” die Geschichten sehr weit streckt.

4) Jason Todd, Donna, Kyle und Bob: Ihre Geschichte ist fast über den kompletten Band ausgebreitet. Ich hatte im letzten Band geschrieben, dass deren Abenteuer mit den verschiedenen Wesen unglaubwürdig sei, das mag auch sein, aber diese Geschichten waren wenigstens noch lesbar, das, was jetzt auf den Leser zukommt, ist es nicht mehr. Auch diese Geschichte streckt sich, aber hier passiert wenigstens ein bischen. Sie reisen durch die verschiedenen Parallelwelten, stets gefolgt von Monarch, der seine Armee aufstellt. Die zeichnerische Qualität ist bei ihren Abenteuern zwar ganz unten im Band, aber auch die schlechte Inzenierung, sinnlose Dialoge, lächerliche Figuren wie der “Jokester” und auch Logiklöcher tun sich hier auf. Definitiv der schlechteste Handlungsstrang.

5) Außerdem geht es noch mit Holly und Harley weiter. Deren Abenteuer sind okay. Viel mehr muss man darüber auch nicht sagen. Die Abenteuer von Karate Kid sind wieder schwächer als beim letzten Mal. Auch hier ist Stillstand angesagt. Noch immer sucht er Hilfe, nur die Orte und die genrelle Logik dabei ist komplett verkehrt. Aber man kann diese Sachen wenigstens noch halbwegs durchlesen im Gegensatz zu 4).

Generell tritt hier wieder auf, was beim letzten Band nicht mehr so stark war. Da sich der “Countdown” durch alle aktuellen Geschichten des DCU geht, bekommt man vieles nur am Rande mit und fühlt sich ein wenig genötigt, auch die anderen Sachen zu kaufen. Die Hochzeit von Green Arrow und Black Canary war überhaupt nicht nachvollziehbar, was ja noch okay ist, da man diese Geschichte woanders lesen soll, aber ab der Stelle wird auch die “Countdown”-Geschichte um Piper und Trickster unlogisch. Man weiß nicht, wieso sie flüchten, was auf der Party passierte etc. Das ist ärgerlich und dreist.

Die Zeichnungen wirken größtenteils wieder deutlich schlechter als im vorigen Band. Besonders auffällig ist das bei den Donna/Jason/Kyle Handlungssträngen.

Insgesamt muss man sagen, dass die Geschichten generell gar nicht so schlecht sind, aber die fehlende Inzenierung seitens des Autoren zusammen mit schlechten Dialogen und dem meist fehlenden Talent des Zeichners reißen diese Serie enorm runter. Würde man außerdem mehr Bewegung in der Serie bringen, wäre es umso interessanter. Apropos: Die Monitors haben nach 2 1/2(!!) Bänden und vielen Kommentaren sich endlich dazu durchgerungen, in den Krieg zu ziehen. Hurra! Noch habe ich die Hoffnung aber nicht ganz aufgegeben.

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