“Countdown zur Final Crisis 5 (2 von 6)” – Es wird düsterer
DC-Rezis, Kritiken |
30. November 2008 10:03 Uhr |
Bateman |
Nachdem der erste Band ein totaler Reinfall war, komme ich in meinem “Countdown-Marathon” nun zum zweiten Band. “Countdown zur Final Crisis”, das neue Event aus dem Hause, dreht sich um ein paar wenige, eher unbekanntere Charaktere des DC-Universums, deren Geschehen man verfolgt, als eine neue Krise hereinzubrechen droht. Dabei tut diese Ausgabe nicht mehr so weh wie die andere, richtig gut ist sie aber immer noch nicht. Für die weiteren Bände ist immer noch viel Luft nach oben in meiner Kritikleiste, dabei könnte sich das ganze noch qualitativ viel weiter nach oben steigern. Etwas, was ich nach dem Lesen des ersten Bandes niemals mehr geglaubt hätte.
Es dreht sich immer noch um das Schicksal einzelner Personen. Dabei wirkt es, als würde man beim zweiten Band sich nur noch um die Hauptpersonen kümmern und nichts nebenbei zeigen, was dafür sorgt, dass es einfacher zu lesen ist. Es dreht sich dabei um Jimmy Olsen, Mary Marvel, Holly und Harley, Piper und Trickster und das reisende Trio durch das “Palmeruniversum”: Donny Troy, Jason Todd, der neue Atom und “Bob”. Neu dazugekommen ist “Karate Kid”, dessen Handlungsstrang okay ist, aber sein Outfit und sein Name sind immer noch peinlich. Generell liest sich jede der Geschichten einfacher, da man dafür gesorgt hat, dass bei jeder Person in regelmäßigen Abständen Kämpfe kommen. Außerdem ist der zweite Band wesentlich düsterer. Man merkt, dass etwas im Kommen ist.
Die meisten der Hauptpersonen sind immer noch sehr unsympathisch und uninteressant wie Jimmy Olsen, nur hat man es diesmal geschafft, dass die Geschichten um sie ertragbar sind. Das, was ich generell an dem “Countdown” bemängelt habe, ist, dass man viele Ereignisse nur am Rande mitbekommt. Jedes Ereigniss von Green Arrows Hochzeit bis zum Angriff der Amazonen erlebt man hier nur sehr am Rande, gleichzeitig bauen diese Geschichten alle auf den Countdown auf. Das sorgt dafür, dass man ein bischen verwirrt da steht, wenn man nicht alles andere von DC gerade liest, da alles im “Countdown” angeschnitten wird. Im ersten Band war das sehr schlimm, jetzt im zweiten Teil fällt es noch auf ist, ist aber nicht mehr ganz so schlimm.
Generell fetzt es im zweiten Teil viel mehr. Die Apokalypse ist überall schon mehr oder weniger da und so bringt das Lesen viel mehr Spaß. Allerdings sind manche Sachen hier einfach nur albern. Ich bin zwar Fantasy-Fan, aber die kuriosen Welten und Wesen, die Jason und Co. im “Palmeruniversum” begegnen, kann man manchmal nicht ernst nehmen. Da der zweite Band schon eine deutliche Steigerung ist, hoffe ich einfach, dass das so weiter bleibt. Ankreiden kann man diesem Band, dass trotz ganzer neun US-Hefte und fast 200 Seiten relativ wenig passiert. Alle Personen in den Handlungssträngen gehen und treffen dabei auf total unrelevante Personen, mit denen sie entweder reden und/oder kämpfen. Man merkt, dass die Geschichte gestreckt wird. Seit der zweiten Hälfte des ersten Bandes und hier jetzt den kompletten Band durch laufen Trickster und Piper vor ihrern Verfolgern weg, Karate Kid läuft die ganze Zeit von A nach B und Jason und Co. kämpfen in unwirklichen Welten gegen fremdartige Wesen.
Dafür, dass das ein Großevent ist, bei dem man eigentlich großes Augenmerk in der DC. Redaktion gehabt haben müsste, fällt es trotzdem noch sehr schlecht auf. Unverständlich bei so vielen Autoren, die daran mitgearbeitet haben, alle unter der Führung von Paul Dini, jemanden, der sich definitiv schon einen Namen gemacht hat.
Die Zeichnungen sind auch nicht mehr so schlimm. Sie sind zwar nicht umwerfend, mittlerweile aber durchgängig Mittelmaß.
“Countdown 5 (2 von 6)” ist immer noch keine Kaufempfehlung, aber falls sich das noch steigert, dann erwartet uns am Ende doch noch eine gute Geschichte.






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