“Countdown zur Final Crisis Teil 1 von 6″ – Vielleicht wirds ja besser im zweiten Band…
DC-Rezis, Kritiken |
24. November 2008 19:53 Uhr |
Bateman |
Von der “Infinite Crisis” war ich schwer begeistert. Ich habe sie verschlungen und relativ viele Tie-Ins geholt. Sie war zwar nicht rundum perfekt, konnte aber unterhalten. “52″ musste ich aus Geld-und Geizgründen auslassen und habe mich umso mehr auf den “Countdown” gefreut. Ein großes, langes Epos, ein bischen im Stil von “52″, an dessen Ende die “Final Crisis” auf einen warten würde. Doch die Enttäuschung wurde immer größer, je weiter ich durch den Band kam.
Im “Countdown” geht es um verschiedene Personen, deren Schicksale erst einmal nicht miteinander verknüpft sind, scheint zumindest so. Doch sie stecken alle tief in Darkseids großen Plan drin, mit dem er die Erde unterwerfen will und je weiter die Geschichte geht, um so mehr verbinden sich die einzelnen Handlungsfäden der Personen.
Im ersten “Countdown”-Band dreht es sich zum einen um Jimmy Olsen, der den Tod eines New Gods miterleben muss und danach bemerkt, dass er Superheldenkräfte besitzt.
Um Mary Marvel, die auch einen Wechsel ihrer Kräfte und ihre böse Seite entdeckt.
Um zwei “Rogues”, die wegen einer schrecklichen Tat von allen gejagt werden.
Um Jason Todd, der mit Donna Troy und einem Monitor auf der Suche nach Ray Palmer ist und dabei ein kosmisches Abenteuer auf sich nehmen wird.
Und um ein paar andere kleinere Handlungsstränge.
Die Idee, die Geschichten von mehren Figuren, die nicht so bekannt sind bei den Lesern, zu zeigen und sie langsam miteinander zu verbinden, ist ja nicht neu und wurde letztens bei “52″ genutzt. Da gab es trotz geringen Bekanntheitsgrades aber interessante Charaktere. Hier ist das mehr als fraglich.
Auf der einen Seite steht Jimmy Olsen, den ich persönlich überhaupt nicht mag und da stehe ich wahrscheinlich nicht allein. Er ist eine Person, mit der man sich nicht identifizieren kann und wo die ganze Geschichte lächerlich wirkt. Einzig der Tod des “New God” wirkt noch interessant und macht neugierig. Von Mary Marvel gab es noch zu wenig, um wirklich zu urteilen. Es wirkt aber alles ohne wirklich Faden und wirkt leider auch eher unfreiwillig lustig als spannend, gerade der Teil mit Black Adam. Die Geschichte mit den Rogues kann man noch lesen, aber da wäre viel mehr Potential drin gewesen. Es treibt so vor sich hin. Die Geschichte um Selinas Freundin, die zu den Amazonen stößt, ist ebenfalls langweilig und treibt einfach nur. Einzig die Geschichte um Jason Todd ist bisher recht actionreich und nett, es ist zwar nichts spektakuläres, gerade weil es fast nur Action gibt, aber sie sticht unter den schlechteren Geschichten immerhin als die Beste hervor. Aber auch die Details in den Geschichten sind teilweise echt schlecht. So heißt ein komplett neu eingeführter Charakter “Karate Kid” und sieht auch so aus, wie er heißt. Scheiße. Nur um ein Beispiel zu nennen.
Das, was aber den kompletten Band herunterzieht, sind die verschiedenen Zeichenstile. Schlimm genug, dass sich die Zeichner mindestens bei jedem US-Heft abwechseln und verschiedener nicht sein können, so ist auch kaum einer gut, was das ganze natürlich noch folgenreicher. Der Kampf in Washington mit Jason Todd und einer Außerirdischen ist wahrscheinlich noch am besten. Die Hälfte kann man bestenfalls noch als “okay” betiteln, die andere Hälfte ist aber schlecht. Wirklich schlecht und dadurch, dass die Stile extrem variieren, besticht es leider umso mehr.
Nach dem ersten Band wollte ich den Countdown nicht mehr lesen. Jetzt, nachdem der Countdown schon fast beendet ist, habe ich mir noch einmal einen Ruck gegeben und werde drei weitere Bände noch lesen. Ich freue mich einfach auf Events. Wenn die Qualität sich aber nicht rapide steigert, dann spare ich wenigstens zwei weitere Hefte. Hätte lieber erst einmal einen geholt, aber da die Nummerierung auf den deutschen Covern extrem verwirrend ist, habe ich durch einen Fehlkauf zwingend zwei weitere holen müssen. In den nächsten Tagen sollten also auf meinem Comicblog auch weitere Kritiken zum Countdown folgen.
Hoffen wir mal, dass sie besser werden, denn bei diesem Band weiß ich wirklich nicht, weswegen man ihm mehr als einen Punkt geben sollte.






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