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Männer, die cooler als Clint Eastwood sind und dazu locker mit zwei Promille und zehn Kugeln im Körper Auto fahren können, neben ihnen eine heiße Frau, die oben ohne ist. Das ist der trashige Stil von Frank Miller, der mit seiner Reihe “Sin City” Kult geschaffen hat, auch Dank des gleichnamigen Kinofilms. Der letzte Band, der zweite Teil von “Einmal Hölle und zurück”, ist nun schon seit einiger Zeit erschienen und damit ist die “Sin City”-Reihe von Frank Miller auch vollendet. Zeit , um ein Fazit der abgeschloßenen Saga zu machen und darüber nachzudenken, ob ein “Sin City 2″ Kinofilm überhaupt sinnvoll ist.

Frank Miller hat mit “Sin City” einen eigenwilligen, sehr coolen Schreibstil gefunden. Die Geschichten um Marv, Dwight und Co. sind rasant, actionreich und einfach nur cool. Es macht wirklich Spaß, auch wenn der Ablauf der meisten Geschichten immer gleich wirkt. Einem Mann stößt etwas zu, wird in etwas reingeraten, die Frau, die er liebt, gerät auch rein und er nimmt blutige Rache. Aber eigentlich ist das egal, denn um die Story geht es wirklich nicht. Die Sprüche, die Action und die einmalige Atmossphäre machen dieses Werk aus. Dazu kommt noch Millers eigene Zeichenkunst, denn er zeichnet dieses S/W Werk selber. Er ist sicherlich nicht der beste Zeichner, da er aber mit dem farbleeren Zeichenstil umgehen kann, sieht alles ziemlich klasse aus.

Während die ersten vier Bände wirklich toll sind und in eben diesem Stil geschrieben wurden, ändert sich das mit dem fünften Band. Der fünfte Band enthält eine Kurzgeschichte, die nett zu lesen ist, aber das “Sin-City” Universum nicht bereichert. Der sechste Band enthält mehrere Kurzgeschichten, die ebenfalls nett zu lesen sind, aber sich auch nicht hervor heben können. Die letzte Geschichte wurde in Deutschland in zwei Bänden heraus gebracht. “Einmal Hölle und zurück” macht aber so ziemlich alles falsch. Die Geschichte ist viel zu lang, die Charaktere gänzlich unsympathisch und die komplette Geschichte ist alles andere als cool. Dazu koloriert Miller mit einer ekligen grellen Farbe und bringt noch einen wirren Drogentrip rein, wo man allerhand Figuren der Comicszene trifft. Vielleicht fügte er das ein, damit sich diese Geschichte ein bischen abhebt. Die Geschichte besitzt keine alten Orte, fast keinen Charakter von früher und auch die interessanten Parallelszenen, wenn man im Hintergrund andere Figuren aus anderen Geschichten sieht, gibt es nicht. Es ist für den Abschluß einer solchen Reihe wirklich die schlimmste Variante, die hätte entstehen können.

Es bietet sich für den zweiten Kinofilm nur “Eine Braut für die man mordet”, Band zwei, an, diesen aber jetzt auf einen 90 Minuten Spielfilm auszudehnen, ist gänzlich eine Frechheit, nachdem man es geschafft hatte, für den ersten Kinofilm gleich drei Geschichten umzusetzen. Die Geschichte mit der Braut als einen von drei Teilen zu nehmen, wäre sinnvoller, da aber Band fünf und sechs keine spannenden Geschichten hat und Band sieben und acht nur katastrophal sind, ist einfach nichts Interessantes da. In einer der letzten News sagte Frank Miller, er würde für den zweiten Kinofilm noch eigene Geschichten schreiben. Da ich mittlerweile Miller weniger Können zu traue als früher, stehe ich auch der Aussage eher gemischt gegenüber. Zur Zeit hilft eh nur spekulieren, da ich schon seit ca. einem Jahr nichts Wichtiges über dieses Projekt gefunden habe.

In Deutschland wurde die Reihe vom Cross Cult-Verlag rausgebracht, die mit liebevoller Gestaltung und viel extra Material die Serie gut präsentieren.

Comicfans, die Sin City noch gar nicht kennen, sollten auf jeden Fall in die Reihe reinschauen. Man sollte nur nach den ersten vier grandiosen Bänden die Erwartungen nicht zu hoch halten. Wenn man das allerdings schafft, bekommt man ein besonderes Lesevergnügen. Sin City ist Kult.

Wie steht ihr zu der “Sin City”-Reihe?

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