“The Walking Dead 10: Dämonen” – Es geht ruhiger zu
Cross Cult Rezis. |
5. August 2010 23:06 Uhr |
Bateman |
Trotz des fulminanten Titels ist der zehnte Band von den gehenden Toten ruhiger; bitte mir jetzt mal Glauben schenken und nicht dem Cover. Es kann nicht in jedem Band einen Kracher geben und so bringt uns der Band die Figuren näher, erzählt die Geschichte weiter und packt uns dabei wie bei den ganz großen Höhepunkten, was auch eine Kunst ist. Kirkman versucht nicht zwanghaft an den letzten großen Schockern festzuhalten, sondern fährt erst einmal einen Gang runter, das aber gewohnt unterhaltsam. Mit Leseprobe!
Mit dem noch verbleibenden Team und den neuen Leuten aus dem vorigen Band tritt Rick eine neue Reise an, an deren Ende vielleicht der Ursprung der Zombies gelüftet werden soll. Doch während der Odysee scheinen einige der alten Teammitglieder die Ereignisse der Vergangenheit weniger gut weg gesteckt zu haben und auch die neuen Mitglieder der Gruppe scheinen einige dunkle Geheimnisse zu besitzen.
Eine abgeschlossene kleine Hauptstory gibt es (mal wieder) nicht. Man konzentriert sich auf das große Ganze, dies jedoch mit Erfolg. Anders als im letzten Band, wo mich die depressive Stimmung nahezu bedrückt hat, geht es zwar in der gewohnten Stimmung weiter, doch als Leser will und kann man nicht aufgeben. Man muss die düstere Atmosphäre nicht zunichte machen, für mich persönlich reichte allein dieser Band, der einem die Figuren wieder näher gebracht hat. Durch die Motivationen, das Handeln im Alltag und deren Gedanken kann man wieder etwas wie Näher zu den Figuren empfinden. Auch wenn ich Kirkmans konsequentes Opfern der Figuren toll finde, so tut es mal für einige Zeit gut, (fast?) keinen zu opfern.
Es wird ermüdend über “The walking dead” zu schreiben. Bis auf extremen Lobgesängen und einer kleinen Kritik über meine Niedergeschlagenheit, wenn ich einen neuen Band davon lese, liest es sich eh immer gleich. Kirkman ist klasse, Adlard ist wie gewohnt auch klasse und “Cross Cult” haben abermals ein tolles Format rausgebracht, in Schwarz/Weiß sieht die Geschichte stimmiger aus und den Begleitteil über die Zombies in den Medien ist jedes Mal unterhaltsam.
Es ist allein ein kleines Kunstwerk nach ganzen zehn Bänden den Charakter der Hauptfigur immer noch weiter zu beleuchten und zwar so, dass man immer wieder neue Facetten an ihm entdeckt. Rick Grimes, vielleicht eine der wenigen Konstanten in der Serie neben den ZOMBIES, ist eine glaubwürdige Figur, weil er sich weiterentwickelt und er, sowie die restlichen Figuren, in diesem trashigen Szenario immer glaubwürdig bleiben.



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