1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (1 Stimmen, im Schnitt: 3 von 5) Loading ... Loading ...

Der zweite Band von “Das verlorene Paradies” kann mit den oben geschriebenen Stichwörtern gut zusammengefasst werden. Insgesamt immer noch eine starke Geschichte geht es zwar immer noch um die drei Hauptpersonen, allerdings wird ihre kleine Odysee in der Hölle beendet. Ihre Wege trennen sich und auch der Stil der Geschichte verändert sich. Es wird viel erklärt und gibt einige Szenenwechsel, dabei kommt der Kampf zwischen Himmel und Hölle aber nicht zu kurz.

Gabriel hat seine ehemalige Geliebte, ehemals Engel und nun Dämonin, gefunden und will mit ihr und dem Jungen wieder aus der Hölle, doch da wird ihm erst die Tragweite seines Abenteuers klar. Als er feststellt, wie tragisch seine Handlungen eigentlich waren, passiert es auch schon. Der Junge ist von den obersten Engeln im Gewahrsam und seine Geliebte hat ihn verraten. Dazu kommt noch, dass er vor dem himmlischen Gericht steht.

Während der erste Band mit der Reise durch die Hölle noch nicht ganz so episch ausgefallen ist, es drehte sich ja auch schließlich nur um die drei Hauptpersonen, sieht das im zweiten Teil anders aus. Die Kämpfe werden etwas gedrosselt und man bekommt als Leser viel erklärt, was im ersten Teil noch sehr mysteriös angedeutet wurde. Dabei dreht sich die Geschichte weiter und stellt am Ende des Bandes weitere Fragen auf. Es bleibt also spannend und noch für den Leser sehr ungewiss, in welche Richtung die letzten zwei Ausgaben gehen werden.

Leider ist es nicht ganz gelungen, die Geschichte zu erklären. Gerade das Schicksal des Jungen ist etwas komisch ausgefallen, trotzdem ist es sehr positiv, jetzt schon einige der Fragen für den Leser zu beantworten. Die Idee des Szenenwechsels ins Fegefeuer bzw. in den Himmel ist sehr gelungen und dass der jetzige Teil der Geschichte epischer wird, erfreut einen. Man hat allerdings das Gefühl, dass der Krieg zwischen Himmel und Hölle zu plötzlich kommt. Auf einmal bekommt man kurze Einblicke in den Krieg, von dem man vorher nicht wusste, dass er überhaupt statt fand.

Die Stärke des Bandes neben der generellen Thematik ist zweifelsohne die Charakterisierung. Jede Person hat ihren eigenen Willen und ihre eigene Ziele und lässt sich nicht von irgendwelchen moralischen Seiten binden.

Die Zeichnungen sind immer noch sehr passend zur Geschichte, allerdings hat man das Gefühl, dass der Zeichner bei manchen Bilder deutlich nachgelassen hat und (noch) weniger Details reinbringt, als er es ohnehin schon machte.

Etwas schwächer als der erste Teil, aber immer noch eine sehr gute Geschichte, die Fans von religösen Thematiken und epischen Geschichten lesen sollten!

Verwandte Artikel