“100% 23: Wonder Woman 3: Das Ende der Welt” - Das Ende der Qualität?
DC-Rezis |
31. Januar 2010 15:35 Uhr |
Bateman |
Der letzte Paperback bot eine nicht sonderlich überzeugende Geschichte und eine sehr gute, die jetzige Ausgabe besitzt auch wieder zwei Geschichten, dabei macht die Storyline mit dem epochalen Titel “Das Ende der Welt” den Anfang, doch überzeugen kann es leider nicht. Eine Rezi. über fehlende Atmossphäre, einer Heldin - die in der Gegenwart nichts verloren hat - und viel Trash. Wonder Woman 20-25
G. Simone, A. Lopresti, B. Chang
Das Ende der Welt:
Wonder Woman wurde gerade beim Geheimdienst befördert, als ein mysteriöser Mann in ihrem Büro auf sie wartet. Durch ihr Lasso erkennt sie, dass er keine Seele hat und diese Erfahrung verändert sie. Sie verliert ihre Kräfte und wird vom Wesen her radikaler. Doch sie muss noch eine Mission erledigen, den der mysteriöse Mann ohne Namen bittet sie, eine Aufgabe zu erledigen. Seine Seele wurde einst von dem Teufel genommen und eben der Teufel wird in einer anderen Welt wiederauferstehen und mit seiner Ankunft läutet er das Ende der Welt ein. Wonder Woman muss in eine ferne Welt ohne Kräfte reisen, um dieses Wesen aufzuhalten.
Ein Stern im Himmel:
Ein Kinofilm wird über die schöne Amazone gedreht und Wonder Woman will auf die Produktion Einfluß nehmen, damit dieser Streifen nicht zu Trash mutiert, doch zum einen ist es dafür schon zu spät und zweitens wartet am Set ein alter Feind auf sie, der ihr Verderben will.
Meinung:
Die erste Storyline (Das Ende der Welt) klingt in der Inhaltsbeschreibung gar nicht so schlecht. Die Figur der Wonder Woman hat Potential, allerdings funktioniert sie nur, wenn sie Abenteuer in einer Fantasy-Welt bestehen muss. Das ist dieses Mal zwar auch wieder der Fall, doch irgendwie will das alles nicht wirklich funktionieren. Es gibt keine Atmossphäre in dieser “Diablo/DSA/Herr der Ringe/Conan-Welt”, was zum einen an den leicht billig klingenden Dialogen klingen mag, aber vor allen auch an den Zeichenstil von Lopaesti. Denn der Stil ist zu einfach und zu cartoonartig, damit so eine Fantasywelt wirken kann. Auch die Kolorierung ist zu einfach und besitzt zu starke Farben, gerade hier hätte man “Solomon Kane” oder einige “Conan-Bände” als Vorbild nehmen sollen, denn die besitzen genau das, was hier fehlt.
Aber auch Dianas Sinneswandel durch die Berührung des Mannes ohne Seele wirkt eher lächerlich. Sie droht ihre Grundsätze von Frieden zu verletzen und wie wird das dargestellt? Indem sie rote Augen bekommt, eine grausige Hand und die ganze Zeit so böse davon redet, wie sehr sie der Macht jetzt verfallen würde. Uhhhhh. Diese Herangehensweise an das Thema Moral bzw. Macht und den Verfall der eigenen Ideale ist leider sehr kindlich und naiv dargestellt und wenn dann der Teufel am Ende endlich auftaucht, ist zwar schon alles eh verloren, wirkten bzw. bedrohlich ist er aber auch nicht. Schade, hier war wirklich Potential vorhanden gewesen. Zumindest der Humor funktioniert, wenn Nemesis auf die Affen der Prinzessin trifft.
Die zweite Storyline um die Märchenprinzessin und Schneewittchen ist purer Trash und leider ist auch das Artwork von Chang nicht sonderlich schön. Zwar ist die Idee um einen billigen Wonder Woman-Film von Gail Simone ganz witzig und auch der einzig wahre Pluspunkt der Geschichte, aber die Action bzw. der Gegner der Geschichte ist halt nicht sonderlich interessant/spannend oder sonst irgendetwas. Es wäre besser gewesen, wenn man die Geschichte notfalls auf ein Heft runterreduziert hätte und stattdessen einen Gegner komplett weggelassen hätte, denn wie schon gesagt, die Parodie über einen schlechten Wonder Woman-Film funktioniert.
Fazit:
Gail Simones Schreibkunst wird überschätzt. Beide Geschichten waren von der Grundidee wirklich gut und originell, doch an der Umsetzung hapert es, die entweder einfach nicht wirkt oder wirklich billig wirkt. Vieles von dem mißlungenem tragen aber auch die beiden Künstler hinzu. Für die Zukunft bitte eine Simone, die auch wirklich eisern an ihrer Geschichte arbeitet und ein zu der Geschichte passender Künstler. Danke.






Einen Kommentar schreiben
(Deine Emailadresse wird nicht veröffentlicht)