“Batman Sonderband 23: Neue Kriminelle” – Jokers erster Auftritt
DC-Rezis |
11. Januar 2010 19:19 Uhr |
Bateman |
Mit der Serie “Batman Confidential” hat man eine Reihe erschaffen, die jedes mal Story-Arcs von anderen Künstlern präsentiert und die nicht in der jetzigen Zeit spielen. Der 23.te Band, gezeichnet von McDaniel, handelt von der Anfangszeit Batmans und seinem erstmaligen Aufeinanderprallen mit dem Joker.
Batman ist noch nicht lange auf den Strassen und die Cops haben sich nicht einmal ansatzweise an ihm gewöhnt. Da taucht ein Clown auf, der in Gotham mordet und kurze Zeit vom dunklen Ritter geschnappt wird. Doch diese neue Art von Kriminalität, nämlich gebündelt mit dem Wahnsinn, sorgt dafür, dass der Joker noch gar nicht richtig angefangen hat zu morden. Und das Gefängnis hält ihn nicht auf.
Diese neue Geschichte erzählt erstmalig das Aufeinandertreffen der beiden Erzfeinde. Ehrlich gesagt habe ich nicht viel bei dem Cover und den Actionzeichnungen von McDaniel erwartet, doch ich war positiv überrascht. Ich mag McDaniel als Künstler zwar, jedoch nur in Geschichten voller Action und hatte befürchtet, dass die Atmosphäre, die ein Joker ausstrahlen muss, verloren gehen wird. Die Geschichte funktioniert mit seinem Artwork gut und sein “Joker-Stil” auch irgendwo, doch ich bin trotzdem der festen Überzeugung, dass ein Künstler mit einem realistischen Stil mehr gewirkt hätte.
Die Geschichte selber ist ordentlich. Sie ist spannend, überraschen und mit guten Anspielungen auf die Zukunft, sowie ein paar netten Dialogen. Zwar hat man etwas Thrill weggenommen und für eine Geschichte mit dem Joker überraschend viel Action reingenommen, doch es wirkt trotzdem. Gerade der Joker ist gelungen und weiss zu begeistern, auch wenn es schon bessere Geschichten mit ihm gab.
Alles in allem eine überraschend gute Geschichte, die vielleicht von der Art, wie sie aufgebaut ist, eine der besten der letzten Jahre ist, doch zu oft verfällt das ganze in sinnlose Action und ein paar Logikbrüche sind auch dabei. Außerdem stört es mich, dass es Anspielungen auf die aktuelle Medienwelt enthält, obwohl die Geschichte vor mehrere Jahren/Jahrzehnten spielt.
Wäre jemand anders als Zeichner da gewesen und hätte man sich einige Sachen in der Geschichte gespart, dann wäre das echt ein kleiner Geheimtipp gewesen, so bleibt es nur eine gute Geschichte. Reicht meistens ja auch.



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