DC Premium 62: Batman: Noir meets Trash visit Horror
DC-Rezis |
17. Juni 2009 19:38 Uhr |
Bateman |
Kelly Jones hat meine Comic-Ära gegründet, gewissermaßen, denn kaum fing ich zu Dino-Zeiten an, zeichnete er seinen Run und sorgte dafür, dass er für immer in meinem Gedächtnis bleibt. Auch wenn ich älter geworden bin und ihn in einer regelmäßigen Serie nicht mehr sehen möchte, so ist sein Stil faszinierend und sein Batman besitzt das gewisse Etwas, was ich sonst immer vermisse. Mit DC Premium 62 und 63 bringt Panini nun eine Mini-Serie von ihm heraus, an der Steve Niles einen Mix aus Noir, Horror und Trash erschaffen hat.
Inhalt: Eine Menge Bösewichter aus Gotham verhalten sich seltsam. Handeln gar gegen ihre normale Art und neben der Tatsache, dass Batman sie stoppen muss, ist sein oberstes Ziel, den Drahtzieher hinter all dem zu finden. Ist es jemand altes oder ein neuer Gegenspieler und was führt er im Schilde?
Meinung: Es ist wirklich ein Mix aus Horror, Trash und Noir. Horror und Noir wegen der ganzen Atmosphäre, die Jones hier verbreitet. Das ganze Setting, die Kulissen, alles wirkt düster und wie in einem Paralleluniversum. Alles ist dunkel bzw. besitzt düstere Farben und auch die Gegenspieler von ihm sind ebenfalls ungewohnt platt, dafür aber düster wie auch Batmans eigenes Handeln und seine Gedanken. Trash wegen der doch recht einfachen Geschichte, die stark an “Hush” erinnert und einzelner Elemente wie ein Kampf zwischen einem gigantischen Clayface und einer verschrobenen riesigen Maschine von Batman. Großer Anspruch ist hier nicht hinter, aber die Geschichte ist nett zu lesen und gerade wegen ihrer zielstrebigen Richtung in die Noir/Trash-Ecke auch mal was anderes. Prinzipiell ist der Handlungsbogen in das Auftauchen eines Gegners, gegen den Batman dann kämpft, kurz sinniert über das große Ganze und dann taucht doch plötzlich wieder ein neuer Gegner auf. Das wird auf zwei dicke Bänder ausgedehnt. Ich kenne den zweiten noch nicht, allerdings schleicht sich hier schon leicht(!) Langeweilie hinein.
Kelly Jones Artwork ist mal wieder unglaublich und auch vielleicht eins seiner besten Werke, auch wenn viele Gesten einfach zu dramatisch wirken und damit irgendwie wieder verlieren. Ich liebe einfach seinen Stil mit all den Schattierungen, Schatten und düsteren Bildern. Michelle Madsen koloriert und passte sich damit perfekt Jones Arbeit an. Man muss dazu wohl nicht mehr sagen, denn ich denke, wenn man überhaupt einen Koloristen n einer Kritik erwähnt, muss er ziemlich schlecht oder verdammt gut sein. In diesem Fall ist es das zweite.
Fazit: Kurzweilige Unterhaltung, die insbesondere durchs Artwork, aber auch durch eine nette Geschichte auffällt. Ob sie für zwei Paperbacks reicht oder man sie sehr ausdehnen wird, ist hier die Frage.




(2 Stimmen, im Schnitt: 3.5 von 5) 

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