“Final Crisis 1″ – Die Krise tobt…jetzt! Und zwar verdammt gut!
DC-Rezis |
29. März 2009 2:24 Uhr |
Bateman |
Die “Final Crisis” soll den Abschluß der Krisen darstellen. Was vor über zwanzig Jahren mit der “Infinite Crisis” begann, soll jetzt mit Morrissons Saga enden. Dabei erwartet uns mit dem folgenden Heft, welches eine Art “Vorschau-Ausgabe” beinhaltet und die ersten beiden Ausgaben der Krise selbst, zwar ein Krisenanfang, der nicht gleich auf viel Action und Weltuntergang setzt, dafür den Leser kaum Zeit zum Anhalten gibt. Der Anfang der Krise geht schon gewaltig los und verspricht auf noch größeres.
Orion wird tot aufgefunden. Eine Lantern wird angegriffen und eine uns sehr bekannte Lantern wird diesbezüglich verdächtigt. Der Angriff von Darkside hat längst begonnen und zwar in Ausmaßen und einer Art, die nie jemand erahnen konnte. Ein neuer Schurke vereint die Society of Villains. Einer der großen Helden wird entführt, während die Helden einen anderen schon betrauern müssen.
DC Universe 0 ist eine Art Vorschau der Ereignisse, die in anderen Serien bald vorkommen werden und irgendwie in Verbindung mit der “Final Crisis” stehen. Dabei kann man in jede Serie zwei, drei Seiten reinschauen und bekommt eine unheimliche Vorfreude, da diese Vorschauseiten schon verdammt viel versprechen. Sei es “Batman R.I.P.” oder gerade “Green Lantern: Blackest Night”, einzig die Superman-Mini sieht nicht soo knülle aus. Grundsätzlich aber eine tolle Vermarktungsidee.
Final Crisis 1 und 2 erzählt dann den Beginn der Geschichte. Viele zahlreiche Handlungsstränge werden dem Leser seriviert, viele davon ergeben jetzt schon einen Sinn, andere wird man wahrscheinlich erst im Kontext mit den anderen Ausgaben verstehen. Eins ist aber sicher. Die ersten Ausgaben sind perfekt inzeniert und lassen kaum Luft zu atmen. Der Leser wird regelrecht überflutet von großen Ereignissen und man kann nur hoffen, dass dieses Tempo beibehalten werden kann. Denn die Handlungsstränge sowie deren Ausarbeitung ist bisher unglaublich gut gelungen. Spannende Dialoge, die Großes zeigen, interessante Figuren und eine gute Verknüpfung des ganzen DCU erwartet einen. Dabei verzichtet man auf seitenlange Kämpfe wie es bei der “Infinite Crisis” der Fall war.
Morrisson, den man zur Zeit auch in “Batman” erleben darf, arbeitet zeitgleich neben “R.I.P. an der letzten aller Krisen. Der irische bekannte Autor ist für seine komplexe Zusammensetzung seiner Geschichten bekannt und auch, dass er sie von vorn bis hinten durchdacht. Ob ersteres zum Vorteil sein wird, also das komplexe Schreiben, welches man auch hier deutlich erkennt, wird sich zeigen, wenn man die “Crisis” komplett durchlesen kann und es denn auch einen Sinn ergeben wird. Bisher kann man fast alles gut verstehen, man muss dazu allerdings sorgsam lesen und vieles mehrmals bzw. gut darüber nachdenken, was man da gesehen und gelesen hat. Eine Herausforderung, die es gerade in dem Medium der Comics schon lange nicht mehr gab. Morrisson erklärt nichts komplett, sondern deutet vieles nur an, dies macht all das aber noch spannender.
Bisher werden viele Handlungsstränge aus anderen Serien gut fortgeführt wie der Tod der New Gods oder die Existenz der Alpha-Lanterns. Ebenso gut ist die Auswahl an Ereignissen. Vieles ist sicherlich nur reiner Schockmoment, anderes widerum wird das DCU möglicherweise stark verändern. Und nichts kann ein Event mehr prägen als Veränderung.
DIe Zeichnungen wie die Cover von J.G. Jones sind schlicht sehr gut. DIe Zeichnungen können die epische Erzählweise von Morrisson gut umsetzen und fördern das beklemmende Gefühl des Lesers, bei etwas ganz Großem dabei zu sein.
Abgesehen von einer zweifelhaften Rückkehr und einer komplexen Erzählweise, wo man nicht genau weiss, wie viel noch erklärt wird, bleibt die neue Krise schlichtweg grandios. Man bekommt ein sehr episches Gefühl vermittelt und bekommt mit dem Heft eine Geschichte serviert, die den Anspruch an den Leser stellt, dass er sie auch sorgsam liest. Als Fan des DCU unbedingt kaufen!



(3 Stimmen, im Schnitt: 4.67 von 5) 

2 Kommentare | Einen eigenen Kommentar schreiben
Final Crisis war wirklich gut es geschrieben und gezeichnet. Eine der besten Green Lantern Storys die ich kenne, aber was enbenfalls gut ist der neue orgins von Green lantern von Geoff Johns und Ivan Rels.
22.05.09 18:48 Uhr | | Nach oben
Japp, kann ich so nur bestätigen!
23.05.09 01:17 Uhr | | Nach oben
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