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finalcrisis728von729_462Meine Kritik zur letzten Ausgabe der “Final Crisis kommt ungewohnt spät und das auch zurecht. Ich bin nach dem Abschluß der Serie immer noch extrem zwiegespalten. Fest steht für mich, dass diese Serie mir länger im Gedächtnis bleiben wird als die meisten anderen Serien und nach dem zweiten, dritten Lesen ergibt sogar alles Sinn. Eine Warnung für alle Neugierigen: Beim ersten Mal durchlesen werdet ihr wahrscheinlich enttäuscht sein.

Man erlebt in “Superman Beyond 1 und 2″ mithilfe der “4D-Brille” das große Abenteuer, welches Superman in seiner Abwesenheit erlebt hatte. In “Final Crisis 7″ kommt es dann zum epischen Ende der Saga. Es gibt fast nichts mehr außer Darkside, die letzten Überlebenden der Menscheit haben einen tollkühnen Fluchtplan, Question erstellt eine Arme der Superhelden in allen Parallelwelten und unser Superman nimmt den Kampf auf.

Man wird ziemlich sicher beim ersten Durchlesen enttäuscht sein. Es ist kein typisches Event-Ende. Keine großen Schlachten, sondern viel mehr eine noch komplexere Erzählweise, die zwischen den Zeiten wieder extrem wechselt und bei der man als Leser stark selber denken muss, damit die einzelnen Handlungsfäden Sinn ergeben.

Erst beim zweiten Mal Lesen der kompletten Saga und mithilfe dem Recherchieren im Internet ergibt es für mich alles mehr oder weniger einen Sinn. Diese komplexe Erzählweise macht im Nachhinein Sinn und das “selber Denken” bringt ziemlich viel Spaß. Man muss sich allerdings dafür Zeit nehmen und selber überhaupt Lust haben, um im Internet nachzuschauen.

Die “4D-Brille” ist ganz nett und recht originell, allerdings stört sie mehr bzw. passte nicht bei meinem großen Kopf. War eine echt schöne Idee; ich persönlich brauche sie aber nicht noch einmal.”Superman Beyond” ist für den letzten Teil der Krise elementar und auch sehr “anders” zu lesen; die Idee mehr als genial.

Das, was mich immer noch stört, trotz Morrissons großer Erzählkunst, ist, dass das Erzählen an sich bei der großen Geschichte untergeht. Kaum Humor, die Figuren funktionieren in der gesamten Saga oft einfach nur, zu wenig Emotionen und gerade Batmans Tod war zu emotionslos. Dazu kommt, dass die ersten Ausgaben zu viel versprochen haben, als dass sie es später halten konnten. Darksides Ankunft wurde genial präsentiert, ebenso die Idee eines “Libra”, also eines Propheten, doch der Untergang beider Figuren ging einfach zu schnell über die Bühne. “Final Crisis 7″ hätte eher aus zwei oder drei Ausgaben bestehen sollen. Auch ist einfach sehr wenig in der Crisis an Veränderungen passiert, gerade wenn einem so viel durch Poster und Interviews versprochen wird.

Gerade durch meinen Zwiespalt zwischen der genialen Erzählstruktur und den leeren Versprechungen bzw. den ausbleibenden Emotionen spare ich mir persönlich die Wertung, weil ich für mich keinen Kompromiss finden kann. Diese Crisis sollte von jedem Comicfan gelesen werden, denn dafür ist sie einfach zu einzigartig.

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