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Um mal eins festzustellen. Ich war nie ein Fan von der Serie “Batman/Superman”. Mich interessiert zwar die Vebindung beider zueinander, aber die Serie war mir immer zu platt und zu sehr auf Action ausgelegt. Bei den großen Drei wurde Wonder Woman von DC aber schon immer sehr stiefmütterlich behandelt. Ich mag die Figur sehr, aber ähnlich wie bei Superman ist es schwer die Figur gut in eine Geschichte einzubinden. Daher war ich bei “Trinity” recht gespannt, ob die drei größten Helden in einer Geschichte funktionieren, gerade weil die Geschichten der einzelnen Figuren doch sehr verschieden sind. So viel vorab: Wer den “Countdown” mochte, der wird auch “Trinity” mögen. Ich mochte den “Countdown” nicht.

Die drei größten Helden des DCU, Superman, Wonder Woman und Batman, haben alle den selben Traum. Sie scheinen in einem großen Plan die Auserwählten zu sein und versuchen dieses Rätsel zu lösen, dabei läuft parallel ein Bündnis zwischen drei Schurken, die als Gegensätze der drei Helden fungieren wollen. Denn das Schicksal wird sich nur für ein Team entscheiden.

Ich war nie ein Fan von “Batman/Superman”, aber bei diesen recht platten Geschichten waren die Dialoge zwischen beiden bzw. die Charakterisierung der zwei Figuren immer sehr gelungen, da man es meistens auf den Punkt brachte, wieso sie sich moralisch unterscheiden. “Trinity” hat zwar die Charakterisierung der drei Figuren auch zum Kernpunkt der Geschichte gemacht (drei Auserwählte, Tarot), aber schafft es trotz vieler Ansätze nicht, dies gut rüberzubekommen.

Neben dieser “drei Auserwählten”-Thematik dreht sich alles generell ums Mystische/Esoterische, aber auch hier versagt man irgendwie. Da “Trinity” eine wöchentliche Veröffentlichung in den USA pflegt, merkt man der Serie dies auch an. Klassische Cliffhanger, sehr durchschnittliche Zeichner und eine mehr oder weniger oberflächliche Grundgeschichte, die ab und an sehr gedehnt wird, stechen heraus. Dabei fällt einem gerade das Klischee einer Superheldengeschichte auf. Eine verworrene Geschichte mit Intrigen, vielen Kämpfen und drei großen Schurken, die so richtig schlecht wirken. Alles dazu noch sehr bunt und manchmal auch sehr zusammenhangslos. Man merkt auch, dass all das eher für ein jüngeres Publikum zusammen geschnitten wurde. Und woher kennt man all diese Faktoren? Richtig! Der “Countdown”, der ein ähnliches Prinzip hatte! Ich persönlich habe meistens auch die einzelnen Bänder zum “Countdown” niedergemacht und hier ist es ähnlich, aber vielleicht steigert sich “Trinity” ja noch, denn zur Zeit fehlt sogar eine gute Grundgeschichte, die der “Countdown” wenigstens hatte.

Die Zeichnungen habe ich weiter oben schon erwähnt. Sie sind wirklich höchstens nur Durchschnitt und selbst McDaniel (Batman) kann nicht überzeugen.

Wer auf einfach gestrickte Geschichten steht, die viel Action haben und generell sehr abgehoben sind (Aliens), der wird “Trinity” mögen. Alle, die ein großes Event erwarten, welches anspruchsvoll und mit einer intelligenten Geschichte versehen ist, muss man hier enttäuschen. Die zwei Sterne sind noch drin gewesen, weil all das noch weiter runtergehen könnte, was man aber ja nicht hofft. Bisher kann man es wenigstens noch lesen und das soll manchen ja auch schon ein weiterer Stern wert sein.

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