Fazit zu dem Event: “Countdown” - Selbst die Ansätze waren nicht durchdacht
DC-Rezis, Kritiken |
26. Januar 2009 20:24 Uhr |
Bateman |
Nachdem ich die Hauptserie “Countdown” Ausgabe für Ausgabe bewertet habe, wollte ich hier noch einmal ein Fazit zum gesamten Event ziehen, um zu erklären, weswegen ich finde, dass der “Countdown” das schlechteste Event seit langer Zeit ist.
Es fängt mit der Auswahl der Figuren an. Auch bei “52″ nahm man sich den Nebenfiguren des DCU an, doch da war die Auswahl recht interessant, mit den Figuren vom “Countdown” hat man sich von den Fans die am meisten unbeliebtesten Personen ausgesucht. Sei es Jimmy Olsen, Harley Quinn oder auch Karate Kid gewesen. Bestenfalls waren sie nichtssagend, schlimmstenfalls hasste die Mehrzahl der Leser sie. Und bei den wenigen sympathischen Figuren wie Green Lantern Kyle Rayner oder Donna Troy waren diese so nichtssagend geschrieben, dass man sie kaum wiedererkannt hat.
Doch es blieb nicht nur bei den Figuren. Waren die Ansätze zumindest teilweise noch ganz nett wie die Brücke zu “52″ oder der Tod der New Gods, so waren manche auch unglaublich sinnlos und langweilig wie Harleys Aufenthalt auf der Amazoneninsel. Einzig Pipers und Tricksters Flucht konnte kurz begeistern, genauso wie das Ende von Kyles Trupp im Multiversum. Doch selbst diese Geschichten wurden totgeschrieben, indem sie extrem in die Länge gezogen wurden. Eine einfache Geschichte wurde durch ewige Kämpfe oder durch weitere sinnlose Etappen erweitert. Als Leser hatte man das Gefühl, man würde auf der Stelle treten. Dabei war die Eingliederung der unzähligen Parallelwelten recht originell, allerdings wurde das Ende dessen als bloßer Witz dargestellt. Ständig anzukündigen, dass Batmen und Supermen aus anderen Welten rekrutiert werden, um sie innerhalb weniger Seiten Off-Panel in einer Schlacht zu killen, ist gänzlich witzlos. Noch dazu, wenn man überlegt, dass diese Figuren eine eigene Mini-Serie bekamen, diese wirkte durch ihr schnelles Ableben noch sinnloser.
Generell hatte man aber das Gefühl, man würde als Leser von DC verarscht werden. Diese recht arme Geschichte, die mit blöden Figuren und ewig langen Passagen noch weiter ausgebeutet wurde, bekam noch Tie-Ins, die sinnloser nicht werden konnten. Die “Arena”-Ausgabe habe ich ja schon angesprochen, doch auch “Die Suche nach Ray Palmer” war komplett sinnlos und unnötig. Eine einfache Aneinanderreihung von Parallelwelten, durch die Green Lantern und Co. reisen ohne weitere Bedeutung fürs Hauptevent.
Doch auch der Sinn der gesamten Geschichte blieb auf der Strecke. Was hatte Monarch jetzt vor? Wem diente er? Was war Darkseids Plan? Was war Solomons Plan? Die restlichen Handlunsgverläufe waren z.B. dem Kampf zwischen Darkseid und Mutant-Olsen oder die gute und böse Seite von Mary Marvel oder mit dem ominösen Virus, der Tiermenschen erschuf, ganz schön lächerlich, ungefähr so lächerlich wie Karate Kids Name.
Die Zeichnungen waren durchgehend schlecht. Es gab ein, zwei Ausnahmen, aber gerade für ein Event erwartet man wenigstens durchgehend Mittelmaß.
Am wichtigsten sind für mich auch die Folgen eines Events. Wer das Event noch nicht kennt, sollte übrigens jetzt aufhören zu lesen. Sei es Darkseids großer Abgang, der in der Final Crisis wieder “Hallo” sagt und mal wieder die Erde zerstören will, die Tatsache, dass auf dem Cover von dem Paperback “JLA 6: Zuflucht”, der in den letzten Tagen erschienen ist, Granny Goodness, die ja eigentlich gestorben ist, wieder da ist, macht all das ganz schön unglaubwürdig. Große Folgen sind eh nicht aufgetreten, na ja, dann muss man sie ja auch nicht schnell wieder rückgängig machen. Damit bleibt uns wenigstens eine Mode der Comicverläge erspart.






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