“Justuce League of America 6: Zuflucht” – Mäßig
DC-Rezis, Kritiken |
8. Februar 2009 15:00 Uhr |
Bateman |
Nachdem Metzler nach den ersten beiden Paperbacks der neuen JLA-Serie ausgestiegen ist, reizte es mich auch nicht mehr wirklich. Ich schnuppterte am Comicstand rein, allerdings wirkte es wie klassische Superhelden-Unterhaltung mit der Injustice League und dergleichen. Nummer sechs der Reihe wirbt mit der Vorgeschichte der Final Crisis. Grund genug, um mal wieder in die Serie reinzukommen, allerdings wird man leider nur mäßig unterhalten.
In “Zuflucht” geht die Geschichte um den Gefängnisplaneten weiter, welche schon im “Countdown” und in “Salvation Run” behandelt wurde. Die Regierung macht Jagd auf Superschurken und diese sehen sich so gezwungen bei der JLA um Asyl zu bitten. Diese widerum wollen der Sache auf den Grund gehen und schauen sich den Gefängnisplaneten mal an. Sie werden Schreckliches entdecken!
Neben diesem Dreiteiler gibt es noch zwei Kurzgeschichten. Zum einen ein Comic namens “Mit vollem Tempo” mit Flash (Wally West) und Wonder Woman, die Queen Bee versuchen aufzuhalten. Doch Wonder Woman hat noch ein anderes Anliegen.
Die zweite Geschichte, “Die nahende Krise”, ist eine Zwischengeschichte, um alle Handlungsfäden auf die “Final Crisis” vorzubereiten.
“Zuflucht” hätte richtig viel Potential gehabt, leider wird die Geschichte um den Gefängnisplaneten nur angeschnitten und in der Mini-Serie um den Planeten kommt das ganze nicht zur Geltung. Generell ist die Grundidee und einzelne Punkte sehr interessant, auch wenn Amander Waller mit ihrem Trupp an die “Initiative” von Marvel erinnert. Leider kommt die Geschichte aber in den ersten zwei Heften nicht in Fahrt, obwohl sehr viel passiert. Das dritte Heft, wo die Helden auf dem Planeten selbst sind, ist widerum total in die Länge gezogen. Hier wurde viel Potential verschenkt.
Die zwei anderen Geschichten sind lediglich nett. “Mit vollem Tempo” ist nicht sonderlich spannend, ich finde Queen Bee aber auch extrem blöd und das ganze Abenteuer ist eigentlich auch nicht wichtig. Es wird nur etwas abgehandelt, worauf man in der Liga gewartet hat.
“Nahende Krise” liest sich gut. Es ist keine eigenständige Geschichte, sondern bereitet wieder vieles vor. So lässt sie sich gut durchlesen, auch wenn man sich als Leser nicht sicher ist, ob das Auftauchen einiger Gegner noch geklärt wird oder ob man dafür wieder etwas anderes hätte lesen müssen.
Die Zeichnungen von Benes in “Zuflucht” sind recht gut, auch wenn er ein typischer “Babe-Zeichner” ist. Auch “Nahende Krise” ist recht gut, einzig den Stil von “Mit vollem Tempo” mochte ich nicht, u.a. weil die Figuren zu statisch wirken.
Zum Schluß bleiben einem ein netter Dreiteiler, der leider nicht in die Puschen kam und zwei Kurzgeschichten, die man halt lesen konnte. Insgesamt leider nichts, was man empfehlen kann, aber auch nichts was weh tat. Wer kein Fan der Liga ist, sollte hier nicht reinschauen. Es wäre verschenktes Geld.




(2 Stimmen, im Schnitt: 3.5 von 5) 

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