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fantasticfour4_370Eigentlich hatte ich gespannt auf das Finale vom Millar-Run gewartet, so wie es in der Vorschau in Heft 3 auch präsentiert wurde. Stattdessen wird ein “Dark Reig-Tie-in” reingeschoben, welches von einem recht unbekannten Autoren geschrieben wurde und sehr gut zwischen den ernsten Ansätzen und ziemlichen Klamauk wechselt.

Osborn herrscht und Reed will endlich zur Lösung des Problems beitragen. Er gibt sich selbst die Schuld, für das, was der Welt jetzt passiert ist. Die Illuminati, den Civil War, die Secret Invasion und schlußendlich Dark Reign. Mithilfe einer wundersamen Maschine will er ergründen, wie Reeds aus anderen Welten dieses Problem mit Osborns Herrschaft gelöst haben, doch findet er auch eine Lösung?

Und die restlichen Mitglieder der Fantastischen sind bei Reeds Ausflug irgendwie in den Wirren der Parallelwelten stecken geblieben und kommen nicht mehr raus! Eine amüsante Schlacht zwischen Piraten, Rittern und fliegenden Schiffen.

Und wer passt eigentlich auf die Kinder auf, als Osborn höchstpersönlich anklopft?

Dark Reign – Fantastic Four 1-5

J. Hickman, S. Chen

Es ärgert mich schon eigentlich, da ich kein großer Fan der “Fantastischen” bin und den gelungenen Run aber vollständig haben wollte, der ja nun erst in der nächsten Ausgabe abgeschloßen ist. Zunächst erinnert Hickmans Geschichte stark an den Run von Millar. Eine gute Mischung zwischen interessanten Themen, viele skurrile Ereignisse und viel Klamauk. All das geht hier gut auf, wenn auch nicht ansatzweise so gut wie bei Millar. Wer auf die Grundmischung stand, kann sich ruhig die vierte Ausgabe der Serie holen.

Prinzipiell ist die Geschichte um Reed und seinen Lösungsansatz sehr interessant und das beste in dem Heft. Mit der Reise durch andere Welten von den weiteren Mitglieder konnte ich nicht viel mit anfangen. Es war albern, traf aber halt einfach nicht meinen Humor. Auch die Sache mit den Kindern war nett, aber das war es dann auch schon. Auch finde ich, dass das extrem “düstere” Pseudoevent “Dark Reign” auch an Glaubwürdigkeit verliert, wenn man Osborn und Venom hier als solche Witzfiguren betrachtet. Trotz meines Meckerns ist der Band doch recht gelungen. Vieles war echt cool, der Humor stimmte und das “Familiengefühl” war auch dabei, dazu noch ein netter Cliffhanger, der Lust auf “mehr” macht.

Die Zeichnungen von Chen sind wohl für jeden verträglich. Überwiegend guter Durchschnitt, an manchen Stellen zeigt er ein echt gutes Talent für Bildkompositionen, trotzdem natürlich nicht mit Hitch vergleichbar. Generell wirkt der Band dazu etwas bunter als sonst.

Das Finale des Runs wäre sicherlich spannender ausgefallen. Die Geschichte war gut und aus Hickman kann sich u.U. noch ein wirklich guter Autor entwickeln. Talent ist jedenfalls da. Die Geschichte selber war leider zu albern und noch zu schlicht.

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