“MAX 28: Punisher – Valley Forge, Valley Forge” – Die Nachwirkungen des Krieges
Marvel-Rezis |
31. Mai 2009 15:44 Uhr |
Bateman |
Liebevoll wird der Punisher unter der Leitung des Kultautors Ennis auch Ennisher genannt und die Fans lieben den neuen Bestrafer oder hassen ihn. Ganz klar. Ennis polarisiert, doch fest steht auch, dass er die Figur wieder berühmt gemacht hat und sein “Run” endet in Deutschland mit dem Paperback “Valley Forge, Valley Forge”. Eine Ode an den Krieg, besser gesagt über die, die daran profitieren, die von ihm verschluckt werden und über Frank Castle. Dabei gänzlich ohne die typische Gewalt und dem Humor der bekannten Werke von Ennis.
Der Punisher macht Jagd auf die Männer, die ihm Barracuda auf den Hals gehetzt haben. Diese Geschäftsmänner wissen um die Bedrohung und wollen den Punisher töten, bevor er sie erwischt. Da sie selber nicht handeln wollen und sie sich nicht an offizielle Stellen wenden können, jagen sie eine Einheit Soldaten auf Castle, mit dem Wissen, dass der nur Verbrecher tötet oder doch nicht?
Das ist also Ennis großes Ende vom “Punisher”? Er fällt sehr solide aus, allerdings sehr ungewohnt für Ennis. Ich persönlich kenne von ihm wenig, was er mit dem Punisher angestellt hat, kenne aber nur zu gut seine anderen Werke und dieses ist so ganz und gar nicht er. Der Band ist ruhig, besitzt verhältismäßig viel Text und keinen schwarzen Humor, geschweige denn groß inzenierte Gewalt. Und trotzdem ist der 28.te Band der MAX-Reihe unterhaltsam.
Es dreht sich alles um die Folgen des Krieges. Das, was er mit einem macht, wer daran profitiert, wer verliert und die Frage nach Schuld und Gerechtigkeit. Verpackt in einem ruhigen Thriller, der schon teilweise Ansätze eines Dramas besitzt. Die Geschichte ist definitiv eine, die aufschreit und sagt, dass sie mehr ist als das, was die meisten Menschen über Comics denken. Man sollte nur mit den richtigen Vorstellungen an den Band rangehen. Ein düsteres Actionfest erwartet einen nicht, düster und melancholisch wird es aber schon.
Erfreut darüber, ein kleines Juwel gelesen zu haben, macht sich nur ein bischen die Enttäuschung breit. Irgendwie hätte man noch etwas mehr rausholen können und für den Abschied des Ennishers hätte ich vielleicht doch mehr auf die klischeehafte Inzenierung eines Ennis gehofft.






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