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max32punishermc4dcheninweissenkleidern_358Garth Ennis hat sich erst einmal von dem Punisher verabschiedet, doch das Ende ist es sicherlich nicht. In “MAX 32″ reist Frank Castle nach Mexico um das Verschwinden junger Mädchen aufzuklären. Mit weniger Humor, einer ernsten Geschichten und ziemlich harten Tobak wird uns diese Geschichte präsentiert, die damit auch überzeugen kann.

Es ist der Jahrestag von dem Tod von Franks Frau und seinem Sohn. Ohne Antrieb schlendert Frank durch die Stadt, bis er beschliesst, den Einwohnern eines mexicanischen Dorfes zu helfen. Denn die jungen Mädchen aus dem Dorf werden von Unbekannten entführt und nach kurzer Zeit werden ihre Leichen irgendwo im Dorf wieder gefunden. Frank nimmt die Spur auf, aber die Jagd wird dadurch erschwert, dass ihn das persönlich trifft und er einen folgenschweren Fehler begeht.

Punisher (MAX) 61-65

G. Hurwitz, L. Campbell

Ennis geht und mit ihm vorerst der Humor. “Mädchen in weissen Kleidern” ist vieles, aber sicherlich nicht lustig. Die Geschichte ist sehr ernst und düster inzeniert, keine Gags, kaum Sprüche vom Punisher, dazu noch die harten Gewaltszenen, die von L. Campell gut dargestellt werden. Generell ist das Artwork von der Atmossphäre sehr düster und zeigt uns einen der dunkelsten “Fälle” von Castle. Auch seine Bildersprache bzw. die Anordnung der einzelnen Bilder kann überzeugen und man sieht, dass hier Autor und Zeichner gut zusammenarbeiten. Sein Stil ist sehr realistisch und auch die Kolorierung besitzt fast nur dunkle und verschwommene Töne. Dieser cartoonartige Stil, wie man ihn auf dem Cover erkennen kann, findet man hier gar nicht wieder.
Sicherlich ist die Geschichte nicht unglaublich komplex. In sich ist sie aber schlüssig und sehr gut ausgearbeitet. Sie besitzt einen gewissen Flait, dass man gleich von ihr gepackt wird. Frank Castle wirkt hier unglaublich gealtert und noch pessimistischer und freudloser wie eh und je.Auch seine Handlungsweise ist dieses Mal recht rabiat, selbst für seine üblichen Verhältnisse. Grundsätzlich gibt es nichts an dem Band auszusetzten, außer dass er gegen Ende in den Actionsequenzen etwas zu übertrieben ist, das ist gerade schade, da der restliche Band doch recht realistisch gehalten wurde.

Punisher-Fans sollten zugreifen, sofern sie keinen “humorvollen” Frank Castle erwarte, falls es so etwas überhaupt gibt. Jeder, der sich für ein düsteres Artwork, eine doch recht kompromisslose Geschichte und etwas Action interessieren kann, sollte sich “MAX 32″ holen!

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