“Secret Invasion Monster Teil 1 (Monster 30)” – Moooogelpackung!
Marvel-Rezis |
22. März 2009 11:21 Uhr |
Bateman |
Die erste “Tie in”-Ausgabe von dem Event “Secret Invasion” aus dem Hause Marvel ist rausgekommen und bietet einem fast 300 Seiten “Secret Invasion”. Neben “Nova”, “Guardians of the galaxy”, “Ms. Marvel” beinhaltet der Band auch noch “Hercules”. Heraus gekommen ist so eine bunte Mischung aus Weltraumgeschichten und Action auf dem hiesigen Planeten. Doch irgendwie besitzten einige dieser Ausgaben nur sehr rudimentär einen Zusammenhang zum großen Event. Mogelpackung mit wenigstens guter Qualität? Lest es hier nach!
Nova 13-15
Als erstes bekommt man eine dreiteilige Geschichte von “Nova” zu lesen. Dieser hilft den Anführern der dort lebenden Kultur den Planeten zu evakuieren, da Galaktus diesen verschlingen will. Doch neben zu wenig Zeit und dem Silver Surfer gibt es als größtes Problem noch einen körperlosen Killer zu beseitigen, der sein Unwesen treibt.
Die Geschichte ist sehr gut. Die Zeichnungen sehr ansprechend, können sie den zum Untergang geweihten Planeten gut darstellen und passen sich der Action und Dramatik der Geschichte gut an. Gerade bei Glalaktus und dem Surfer passiert es oft, dass sie doch recht lächerlich wirken, aber das ist hier zum Glück nicht der Fall. Die Geschichte selber ist zwar nicht sonderlich originell, aufgrund des Tempos und der Gastauftritte (Surfer und Galaktus) kann sie aber überzeugen. Die Gefahr um den Protagonisten ist glaubhaft dargestellt und alles in allem sehr kurzweillig im positiven Sinne. Man stellt sich nur die eine Frage: Was zum Henker hat das mit der “Invasion” zu tun!?!
Guardians of the Galaxy 1-3
Ein frisch gegründetes Team hat es sich zur Aufgabe gemacht, Risse im Weltall, aus denen Elemente aus anderen Welten in unsere kommen können, zu vernichten. Dabei stossen sie auf Widerstand gegen die Kirche, bösartige Aliens und einen unerwarteten Verbündeten.
All das ist nett gemacht. Die Zeichnungen sind zweckmäßig, können unterhalten, tragen alleine aber nicht die Geschichte, da sie einfach nicht sonderlich spektakulär sind. Die Geschichte selber ist sehr vollgepackt mit einzelnen Stationen und Charakteren. Es passiert also viel und schließt direkt nach “Annihilation” damit an. Die Geschichte ist fast schon etwas zu sehr vollgepackt und gerade als “Marvel-Neuling” kommt man nicht ganz mit. Alles in allem recht solide. Ach, auch dieser Dreiteiler hat bis auf die letzte Seite herzlich wenig mit der “SI” zu tun.
Ms. Marvel 25-27
Ms. Marvel will eigentlich vieles in ihrem Privatleben zurecht rücken, als sich die Ereignisse überschlagen. Ihr eigenes Team jagt sie, ihr Freund macht mit ihr Schluss und sie ist mitten in der “Skrull-Invasion” drin.
Das ist endlich mal ein “Tie in”, wie man es sich wünscht. Mitten drin, ergänzt vieles und beantwortet auch viele Fragen, die man beim Lesen des Hauptevents hatte. Dabei ist die Geschichte selber auch spannend genug geschrieben.
Incredible Hercules 116-118
Hercules will mit einem auserwählten Trupp die Götter der Skrulls vernichten und begibt sich so auf eine Odysee.
“Hercules” hat noch die besten Zeichnungen, kann aber ansonsten eher weniger überzeugen. Dieses “Tie in” hat ebenfalls mit der “SI” zu tun, wenn auch nicht so stark wie bei “Ms. Marvel”. Man verliert teilweise beim Artwork ein wenig die Orientierung, ansonsten ist das aber noch der stärkste Faktor in der Geschichte. Zuerst muss man sagen, dass man hier sehr tief in der “Marvel-Geschichte” drin steckt. Ich als “Marvel-Neuling” hatte da starke Schwierigkeiten bei den Begriffen Celestials, Eternals usw. den Überblick zu behalten. Auch wenn ich es klasse finde, dass die Mythologie bei Marvel stärker manifestiert ist als bei DC, so passte der ganze Götterkram hier nicht so ganz. Generell passierte in der Geschichte auch recht viel, aber der Funke sprang nicht über. Es wirkte alles unheimlich langweilig, noch konnte man sich nicht mit der Hauptperson identifizieren, abgesehen davon wirkte selbige sehr blass.
Fazit
Insgesamt ein recht guter Band, der aber eher den erfahreneren Marvel-Leser ansprechen sollte. Man versteht zwar auch alles, wenn man von dem Verlag sonst kaum was liest, aber der Bezug zu manchen Charakteren und viele Anspielungen gehen wohl verloren. Fans von “Tie ins” können hier zugreifen, da es definitiv sinnvolle “Tie ins” sind, auch wenn die ersten zwei Serien trotz hoher Qualität herzlich wenig mit dem Event zu tun haben.






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