“Spiderman Noir” – Düstere Neuinterpretation in den 30er Jahren
Marvel-Rezis |
1. Februar 2010 22:10 Uhr |
Bateman |
Elseworlds gibt es viele, doch Marvels neue Serie “Noir” zeigt alle bekannten Helden in einem neuen Gewand. In einem düsteren Gewand der 30er Jahre, dem Noir-Stil. Den Anfang macht Spiderman, der mit echten Kräften und einer Pistole bewaffnet den Goblin jagt. Norman Osborn, das Mafiaoberhaupt.
Spider-Man Noir 1-4
D. Hine, F. Sapolski, C. Di Giandomenico
Peter Parker lebt im Armenviertel, zusammen mit seiner Tante May. Sie versuchen einen Umschwung in der Stadt, doch keiner traut sich gegen das Mafiaoberhaupt “Der Goblin” sich zu behaupten. Glücklicherweise bekommt Peter Parker eine Arbeitsstelle bei der örtlichen Zeitung, doch damit verschafft er sich auch mehr Nähe zu dem Mann, den er für den Tod seines Onkels verantwortlicht macht. Durch einen Unfall bekommt er allerdings ungeahnte Kräfte, außerdem noch die Hilfe von Felecia Hardy, die Besitzerin eines Nachtclubs.
Neuinterpretationen in der Comicwelt gab es schon viel zu viele und darunter leidet auch der Band. Die Idee, “Spiderman” in das Noir-Genre zu versetzen, ist gut gelungen. Es bringt Spaß, die Charaktere auf eine ganz andere Art zu sehen. Sei es die Katze oder Jameson, genauso wie das Setting an sich. Hier muss man aber auch den Künstler noch mal erwähnen, der nämlich die düstere, regnerische Stadt gut darstellt. Obwohl der Stil doch sehr cartoonlastig ist und die Kolorierung verhältnismäßig bunt ist, so kommt der gewollt düstere Stil trotzdem gut rüber.
Die Geschichte besitzt zwar wieder erst eine Einführung der Charaktere, erzählt dann aber recht schnell eine Geschichte, die sich um den Tod von Peters Onkel dreht. Die Geschichte ist zwar recht einfach gestrickt, besitzt aber nur für vier US-Hefte viele Wendungen, die gut inzeniert wurden. Gerade gewisse fundamentale Elemente aus Spider-Man wie Peters Umgang mit der Gerechtigkeit oder auch Ben Urich, sind gut gelungen und gerade diese Änderungen machen den Band sehr lesenswert. Leider gibt es mittlerweile zu viele Elseworld-Geschichten und der Band selber hätte ruhig noch etwas länger sein können.




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