“Ultimatum 2″ – Wie die Fliegen
Marvel-Rezis |
26. Oktober 2009 12:35 Uhr |
Bateman |
Hatte ich die erste Ausgabe noch gewagt empfunden, da man mit den Heldentoden nicht zimperlich umgeht, so wird es in der zweiten Ausgabe schon auf die Spitze getrieben. Man hat leider das Gefühl, als würde man die komplette Geschichte allein darauf ausrichten, wie welcher Held stirbt.
Nach der Flutwelle versuchen die Helden den Schock erst einmal zu überdauen, die Toten zu betrauern und einen Gegenschlag zu planen. Doch auch das Böse ruht nicht und führen weitere Anschläge aus.
Während in der ersten Ausgabe viel passierte, wird es nun schon absurd. Held um Held stirbt und spätestens nach jeder zweiten/dritten Seite folgt der nächste Heldentod, dabei werden diese noch kaum noch eingeläutet. Innerhalb von drei Panels ist dann auch Schluß und oftmals ziemlich abstrus und unglaubwürdig. Die Geschichte muss dabei vollends leiden. Eigentlich passiert nämlich nichts, bis auf das Aufeinandertreffen von Helden und Schurken und der erste versuchte Gegenschlag der Helden, der aber auch mehr schlecht als recht daher kommt. Die Tode funktionieren auch nicht mehr, da so viele stattfinden, dass man Leser übersättigt und vor allen Dingen nicht mehr geschockt ist.
Es ist erschreckend, dass Loeb im Verhältnis zu “Long Halloween” so billig und oberflächlich schreibt.
Die zwei “X-Men”-Tie-Ins sind lesbar, mehr aber auch nicht, hätten aber vor den anderen zwei Ausgaben liegen sollen.
Bis auf einen Teppich, der einen Magier zermatscht und zahlreiche andere Heldentode, die schon fast eine Persiflage sind, bleibt nichts mehr im Gedächtnis.







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