“Ultimatum 3″ – Das Finale von Gewalt und Stumpfsinn
Marvel-Rezis |
13. Januar 2010 22:08 Uhr |
Bateman |
Hujuju, wenn man die ganzen schlechten Kritiken im Netz liest, könnte man annehmen, dass “Ultimatum” so ziemlich das Schlechteste ist, was je geschrieben wurde. Und ja, auch die dritte Ausgabe hat wieder “Tie-Ins”, die halt Tie-Ins sind und eine recht dünne Hauptgeschichte mit viel Gewalt, wie wir sie im 616-Universum wohl nie erleben werden. Aber, auch wenn ich mich schäme, dies zuzugeben, die dritte Ausgabe ist zumindest lesbar.
Die letzten verbliebenen Helden treffen sichin Magnetos schwebender Festung, um den Herrn über das Metall zu töten. Dabei suchen die F4 noch Johnny und die X-Men versuchen die zwahlreichen Selbstmordattentäter zu stoppen. Das Finale von “Ultimatum” und noch lange sind die Opfer nicht genug. Es werden noch viele sterben!
Die erste Tie-in Ausgabe mit den letzten F4 ist leider recht überflüssig. Es ist halt wieder das Klischee eines Comics, wenn sich die Helden mit komischen bunten Wesen Unterwasser kloppen. Nebenbei kommt auch generell keine Spannung auf und auch die Zeichnungen sind bestenfalls nett, allein die Verbindung zwischen Sue und ihrem Bruder bzw. die Rückblenden in ihre Kindheit sind ganz nett.
Das Tie-in der “X-Men” ist dabei schon wesentlich netter. Ein und diesselbe Person sprengt sich anhand seiner eigenen Duplikate immer wieder selbst in die Luft und ist damit Magnetos größte Waffe. Die X-Men müssen entscheiden, wen sie jagen sollen. Den Attentäter oder Magneto?
Das ganze ist viel relevanter zum Hauptevent, als es bei den “F4″ der Fall war und sogar recht spannend. Der Gegner wirkt als Bedrohung, das ganze ist ganz nett ausgearbeitet, dabei gehen auch ein paar gute Dialoge nicht verloren. Das Artwork ist mir persönlich zu sehr “Cartoon/Comic” bzw. auch die Kolorierung ist einfach zu bunt. Trotzdem als Tie-in doch recht gut.
Und jetzt mein Fazit zur dritten Ausgabe von “Ultimatum”. Drei US-Ausgaben sind nicht sonderlich viel, um eine Geschichte zu erzählen, aber bei “Ultimatum” hat man sogar noch viel weniger Inhalt reingepackt, als man befürchten musste und man fragt sich, was aus der Glanzzeit Loebs geworden. Trotzdem ist das ganze recht lesbar, es ist halt das Finale und so schlecht, wie die Ausgabe gemacht wird, ist sie nicht. Sie ist sicherlich alles andere als gut, aber wenn man sich auf das Finale dieser recht stumpfen Serie eingestellt hat, die ihre Figuren auch ziemlich fremd charakterisiert, ist das ganze ganz nett. Trotzdem halt viele Tote und viel Blut, jedoch gibt es auch ein paar nette, ja, sogar fast coole Momente. Alles in allem sollte man seinen Kopf nicht zu sehr anstrengen wollen, dann schmerzt die Ausgabe auch nicht. Zum Schluß gibt es noch eine “Totenliste”,die so ganz nett ist, auch wenn ich mich frage, wieso bei einer Überschrift “In Ehre gefallen”, auch Figuren wie der Blob und andere Bösewichter drauf sind, aber okay.
Trotzdem hätte man bei so vielen großen Toten mehr draus machen können. Tiefgang und Emotionen gingen unterwegs verloren. Wenn man seinen Kopf ausschaltet und einfach nur eine “Elseworld-Geschichte” a la ” Wie sterben die uns bekannten Helden am krassesten?”, dann bringt das “ultimative Heldensterben” sogar Spaß. Ob einem das so viel Geld wert ist, muss jeder für sich entscheiden.






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