1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (2 Stimmen, im Schnitt: 4.5 von 5) Loading ... Loading ...

ultimatum128von329_585Events gibt es wie Sand am Meer und mittlerweile sind sie alle belanglos geworden. Da ist es Zeit ein Event zu bringen, welches im ultimativen Universum spielt und damit keinen Regeln gehorchen muss. Vorhang auf für “Ultimatum”! Untergangsstimmung, gut inzenierte Kämpfe und viele Opfer!

Die meisten ultimativen Helden sind in New York, als eine riesige Sinflut über die Stadt hereinbricht. Schnell wird klar, dass das ein Anschlag war und dass es nicht der letzte war. Die ersten Helden fallen und Ben versucht verzweifelt Sue aus ihrem Koma herauszubringen. Dafür geht er sogar ein Bündniss mit dem Mole Man ein.

Oh ja, nach so vielen Events fetzt dieses mal wieder so richtig. Eine zwar bisher noch dünne, aber trotzdem ausreichende und vor allem gut inzenierte Geschichte und dazu von einem typischen Babe-Zeichner entworfenes Artwork können überzeugen. Die Sinflut kommt und die Helden müssen sich nach dem Anschlag erst einmal orientieren. Das Geschehen wechselt dabei ständig zu so ziemlich jedem wichtigem Helden des Universums. Gerade die Inzenierung ist gut gelungen, da alles sehr düster und dunkel wirkt. Klar, dieses Event wird sich am Ende nicht mit einer guten Geschichte rühmen können, braucht es aber auch nicht, denn dafür hat es andere Qualitäten. Es ist spannend und besitzt zahlreiche Konflikte, die aufgrund der hohen Zahl von Opfern spannend rüberkommen. Geschrieben von Loeb könnte man sicherlich mehr erwarten, mehr hinsichtlich Komplexität, wenn man bei ihm an frühere Werke denkt, aber er scheint ja mittlerweile mit Glück zumindest ansatzweise an die alten Tage heranzukommen.

Zeichnerisch kann man das Artwork von Finch gut mit dem Stil von Turner vergleichen, also typisch Babe-Zeichner, passt hier aber gut.

Leider besteht die zweite Hälfte des Paperbacks aus zwei Ausgaben der “ultimativen F4″, zwar ist diese Geschichte als Tie-In immer noch sehr gelungen und das Schicksal um Sue ist mehr als lesbar, was man von den meisten anderen Tie-Ins nicht behaupten kann, aber natürlich schwächt der Lesespaß etwas ab, wenn man vorher die zwei genialen “Ultimatum-Ausgaben” in einem Rutsch durchlas.

Wenn man kein komplexes Werk erwartet, wird man verdammt gut unterhalten. Aufgrund der düsteren Stimmung und der Härte, mit der die Geschichte erzählt wird, sticht es positiv heraus. In positiver Erwartung schaue ich, wie weit sie noch gehen werden. Schön, so ein Gefühl hatte ich lange nicht mehr.

Verwandte Artikel