1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (1 Stimmen, im Schnitt: 2 von 5) Loading ... Loading ...

wolverine128neuab200929_363Wie bei so vielen Titeln bin ich kein regelmäßiger Leser von “Marvel-Titeln”, doch jetzt, wo mit der neuen Volume von “Wolverine” eine neue Ära anfängt, zählt sie zu einer meiner neuen Serien, denen ich eine Chance geben möchte. Dabei stellt man beim Lesen zwei recht inhaltsleere Geschichten fest, deren Hauptprotagonist aber schon moralisch an einen KZ-Wärter erinnert und man einem recht hohen Gore-Faktor ausgesetzt wird.

Inhalt:

“Wolverine Origins 26-27″

Logan bringt den ohnmächtigen Daken, Logans Sohn, in eine Höhle, die der Anti-Held noch von früher kennt. Eigentlich will er den Fädenzieher hinter allem finden, doch ein dunkles Geheimnis in der Höhle sorgt dafür, dass weder Wolverine noch Daken in Kürze aus der Höhle rauskommen. Dabei “switcht” man in Dakens Vergangenheit und erfährt so vieles über seinen Charakter.

“Wolverine Annual 1″

Ein Kleinverbrecher überfällt mit seiner Crew abermals eine Bank, doch dieses Mal ziehen sie sich den Zorn von Logan zu, der blutige Rache für die Opfer fordert.

Meinung:

Ich bin äußerst zwiegespalten zu diesem Heft. Grundlegend ist die erste Geschichte gar nicht so schlecht. Schwerpunkt ist hier Dakens Vergangenheit, die, wenn auch recht einfach, doch ganz nett erzählt wird. Die Geschichte um ihn und Logan in der Höhle, die parallel dazu erzählt wird, ist dabei nur Beiwerk und nicht mehr als 08/15. So richtig kann der Funke hier nicht überspringen, denn die zwei Ausgaben strotzen vor unnötiger Gewalt, die Sünden des früheren Logan sind schon fast übertrieben böse und stellen ihn auf eine Stufe mit einem KZ-Wärter, man findet überall Logikfehler und neben all dem ist auch die Geschichte lediglich nett. Fest steht, dass um Daken noch viel mehr Potential steckt!

Die zweite Geschichte ist einfach nur ein One-Shot, der für die restliche Continuity nicht von Bedeutung ist. Zwar ist die Geschichte hier noch dünner als bei der obigen und Logans Charaker wird zum Racheengel reduziert, trotzdem kann diese Geschichte etwas mehr fesseln. Ebenso passt die Gewalt hier etwas besser als bei “Origins 26-27″, trotzdem ist sie immer noch sehr übertrieben.

Als kleines Extra bekommt man neben ein paar Fotos von dem kommenden gleichnamigen Kinofilm auch noch eine Leseprobe von “Ultimative Origins”, welche ich ebenfalls auf meinem Blog bewertet und als lesenswert empfunden habe. Bei den Fotos hätte ich mir ein wenig Begleittext gewünscht mit interessanten Fakten über den Film. Trotzdem von Panini sehr nett.

Das Artwork schwankt sehr. Bei “Origins” ist es gerade mal so Mittelmaß, bei “Annuals 1″ schwankt es zwischen Mittelmaß und ganz gut.

Fazit:

Prinzipiell kommt es wohl darauf an, was man von einer Serie erwartet. Wenn man Fratzengeballer mit klassischen Klischee-Comicgeschichten und hohem Gore-Faktor mag, dann ist “Wolverine” für einem sicher das richtige. Alle anderen sollten das Weite suchen.

Verwandte Artikel