1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (1 Stimmen, im Schnitt: 4 von 5) Loading ... Loading ...

marvelpaperback10wolverinewaffex_432Diesen Donnerstag läuft der erste Spin-Off zur “X-Men”-Reihe im Kino an. “Wolverine” zeigt Logans “Entstehungsgeschichte” und auch wenn das meiste davon eher von Drehbuchschreibern zusammengestückelt wurde, so basiert ein wichtiger Abschnitt aus dem Leben des “Film-Logan” aus “Waffe X”. Windsor Smith war vor vielen Jahren Autor, Zeichner und Kolorist bei dem Werk gleichzeitig und brachte eine erstaunlich ineinander fließende Geschichte zustande. Unglaublich konsequent erzählt, beeindruckend entworfen und ein Muss für “Wolvie-Fans”.

Inhalt:

Logan wird von einigen fremden Männern entführt. Bewusstlos fließt man ihm ein flüssiges Metall in den Körper, welches sein Leben entscheidend beeinflussenwird. Adamantium. Doch nicht nur physikalisch verändert er sich. Die Veränderungen innerhalb des Labors werden seinen Geist für immer prägen.

Meinung:

Konsequent in allen Ausführungen wurde dieses Werk gestalten. Zuerst einmal vom geschichtlichen Entwurf her, so brach man viele ungeschriebene Regeln, wie man eine Geschichte erzählt. Schnell und sehr spannend wird die Geschichte um Logans Festnahme erzählt, dabei bleibt vieles scheinbar im Dunkeln und erhöht beim Lesen nur die Neugier. Man will wissen, wer sind diese Männer und was haben sie mit Logan vor? Windsor-Smith hat extra einen kleinen Rahmen für seine Geschichte gewählt, um sie so dramaturgisch dicht zu halten. Dabei macht er das äußerst konsequent und hält sich an seinen eigenen Regeln. Der Leser besitzt die selben Informationen wie Logan als Gefangener und kann so sein Schicksal gut verstehen. Die Bösewichte funktionieren gerade gut, da ihre Pläne im Dunkeln bleiben und selber auch nur Menschen sind. So sind ihre Taten umso schrecklicher. Es ist interessant, wie man eine Geschichte ausarbeiten kann. Manche hetzen allein in einem US-Heft mit ihren Figuren an unzählige Orte, hier verbleibt man mit seinem Gefangenen in seiner Kammer.

Zeichnerisch hat man ein einmaliges Werk gefunden, da alles so unglaublich wunderbar ineinander verschmolzen ist. Die Geschichte, die Zeichnungen, die Farben, nichts arbeitet gegeneinander, sondern alles läuft perfekt zusammen. Das ergibt zum einen eine schöne Abfolge von experimentellen Panels und gibt dem Leser die Möglichkeit, dieses Werk so reibungslos zu lesen, wie man sonst einen Film nur geniessen kann. Leider stört die Kolorierung, das liegt allerdings daran, dass dieses Werk recht alt ist und die Farben damals eher in waren. Meinen Geschmack trifft die Kolorierung nicht mehr, trotzdem passt sie auch zum Rest.

Fazit:

Diese Saga ist künstlerisch sehr gut gelungen und man merkt, dass alles aus einer Hand stammt. Es ist allerdings eine enorm spannende Geschichte, dessen Handlungsrahmen recht klein ist. Es dreht sich alles um das Labor und die Schmerzen, die unser Held da erleiden muss.

Ach, das Cover des Paperbacks ist potthässlich.

Verwandte Artikel