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Der vierte Preacher-Band versetzt uns in den Wilden Westen, in eine amerikanische Vorstadt und in eine ländliche, mit Sümpfen besetzte Gegend. In drei Geschichten erleben wir die Entstehung von dem Heiligen der Killer, von Arschgesicht und sind mit T.C. und Jody im Sumpf. Dabei erleben wir die Geschichten nicht mit dem Zeichenstil von Dillon, sondern werden von drei Gastzeichnern begleitet.

In der ersten Geschichte, “Der Heilige der Killer”, erleben wir die Entstehung von ihm. Es ist eine klassische Rachegeschichte im Wilden Westen, die von den Italo-Western definitiv inspiriert wurde. An Brutalität ist dieser Teil auch der bisherige Höhepunkt in der “Preacher-Reihe”. Hier wird stellenweise gemetzelt, was das Zeug hält. Leider muss man sagen, dass der Heilige der Killer ohne diese Entstehungsgeschichte cooler gewesen wäre. Der Beweggrund, weswegen er so geworden ist, ist recht platt und ziemlich unoriginell. Die Geschichte wirkt stellenweise sehr lang gezogen und das Artwork ist bis auf ein paar einzelne, grandiose Panels ziemlich schlecht. Es wirkt halt alles sehr konstruiert. Tiefpunkt der ganzen Geschichte ist sein Zusammentreffen mit dem Teufel, wo das Artwork und die Dialoge noch mal um einiges qualitativ runter gehen.

In der zweiten Geschichte, “Denn er wusste nicht, was er tat”, wird man von einer recht einfachen, aber bewegenden Geschichte um die Person, die einst Arschgesicht wird, gepackt. Man erlebt seinen Alltag als Teenager, seine Probleme mit seinem Vater, den man ja auch kennen gelernt hat und weswegen er Selbstmord machen wollte. Diese Geschichte wirkt und kann um einiges mehr unterhalten als der erste Part des Bandes. Auch das Artwork ist hier sehr gelungen.

In der dritten Ausgabe, “Good old boys”, erlebt man eine “Klischee-Action-Geschichte” mit einer Reporterin, einem Helden und einem Terroristenchef, der sie im Sumpf mit seinen Männern jagt. Pech für alle Beteiligten, denn sie stossen auf Jody und T.C.. Und wenn man einmal etwas mit den beiden Hinterwäldnern zu tun bekommt, dann bleibt das ein Leben lang im Gedächtnis. Die Geschichte ist ein einziges Klischee von den typischen Actionfilmen und funktioniert gerade deswegen. Insbesondere Jody und T.C. sorgen für einige Schmunzler. Leider stammt das Artwork von einem der zwei Männer, die auch schon die erste Geschichte in dem Band zeichneten und deswegen kann man deswegen das letzte Drittel auch nicht wirklich geniessen.

Mit Abstand der schlechteste Band der einst kongenialen Reihe, den man zum Verständnis allerdings nicht braucht. Gerade den pechschwarzen Humor von Ennis vermisst man. Wem 30 Euro schon irgendwie was bedeuten, sollte lieber auf den nächsten Band warten, der bald rauskommt. Diesen hier kann man getrost auslassen.

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