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brokentrinity1_789Zu den Serien von “Wildstorm” hatte ich mich bisher nie rangetraut, allerdings sahen die Figuren der jeweiligen Serien immer etwas billig aus. “Darkness” brauchte hauptsächlich Gewalt, “Witchblade” Gewalt und nackte Haut, da aber mit “Broken Trinity” quasi das erste “Panini/Top Cow-Event” eingeläutet wurde, war ich tatsächlich etwas neugierig. In der zerbrochenen Dreieinigkeit kommen zwei neue Träger von Artefakten hinzu, die eine große Schlacht einläuten.

Broken Trinity: Prelude, nr. 1-3, the Darkness, the Angelus, Witchblade, Aftermath

Ron Marz, Stjepan Sejic, Phil Hester, Brian Stelfreeze

Ein Leibwächter von Escadao sollte nur Sara Pezzini überwachen und stösst dabei auf ein seltsames Artefakt, welches ihn zu einem Eisriesen verwandeln lässt, ein anderes Artefakt wird von einer Forscherin im Norder Europas gefunden, welches sie zu einem Feuerdrachen mutieren lässt. Beide Artefakten ist es bestimmt, den Träger des jeweils anderen zu finden und zu töten und wo zwei neue Träger auserkoren wurden, fängt der Kampf von neuem an. Schlecht nur für Escado und Sara, dass sie sich mittendrin befinden, die Darkness sich nicht meldet und Angelus Rache schwört und mit einer Heerscharr von Engelskriegern aufwartet.

Mein erstes Event von Top-Cow und es macht bestimmte eklatante Fehler nicht. Mit diesem Paperback ist dieses Event auch gleichzeitig abgeschlossen. Neben der dreiteiligen Reihe gibt es noch die wichtigsten Tie-ins und einen Epilog, das alles zu einem fairen Preis, dazu sieht der Paperback auch ganz hübsch aus.Alles in allem schon mal eine bessere Leistung als bei den Events der großen “Zwei”.

“Broken Trinity” selber besitzt die selben Klischees, die ich bei den Serien aus dem “Top Cow-Universum” schon immer hatte. Man sieht viel nackte Haut, teilweise ist die Gewalt recht deftig und unnötig und die Logik muss man außer Acht lassen, genauso wenig sollte man sich von bestimmten Klischees in der Geschichte stören lassen wie der “Kurator”, ein alter, weiser Japaner in seinem Antiquitätenladen, der Leuten magische Artefakte schenkt, weil es deren Schicksal ja sei.

Auch die Geschichte an sich gerät etwas zu dünn aus und ist zu Ende, bevor man es eigentlich merkt, trotzdem ist sie sehr unterhaltsam, kurzweilig und sehr gut ausgearbeitet. Man bekommt eine gut unterhaltende Geschichte ohne viel unnötiges Beiwerk, ansatt wieder über Monate hinweg nach einem Event dürsten zu müssen. Gerade für Fantasyfans bringt die Geschichte Spaß, denn sie fetzt und spart nicht an epochalen Szenen. Die Figuren, allen voran Jackie und Sara, machen Spaß und sind erstaunlich gut geschrieben wurden.

Schlußendlich bestimmt keine umwerfende Leistung, aber doch sehr unterhaltsam. Für Fans des “Top Cow-Universums” eine klare Empfehlung, aber auch Leute, die genug von DC und Marvel haben und sich nach einer Alternative umsehen, die nicht unbedingt so intellektuell sein muss wie “Maus”, sondern auf einem ähnlichen Niveau sich befinden kann, sollten zugreifen. Es muss nicht immer anspruchsvoll sein, wenn man unterhalten werden möchte, manchmal reicht es auch nur, wenn es ordentlich fetzt.

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