“Buffy 6: Rückzug” – Mein Absprung von der Serie
Sonstige Rezis |
31. Juli 2010 12:49 Uhr |
Bateman |
Trotz des so guten Starts der Serie kamen immer mehr Höhen und vor allem Tiefen hinzu. Der Plot im sechsten Band bietet einiges, wahrlich episch geht es zu, aber selten eine so miserable Umsetzung gesehen. Das einzig gute des Bandes sind die Cover von Yu. Bezüglich Jeanty: Nie sahen Gesicht so ähnlich, nie war eine Geschichte so langweilig inzeniert. UND WARUM KANN ICH ALS GESTANDENER BUFFY-FAN JEANTY’S OZ NICHT ERKENNEN?
Dämmerungs Armee von Dämonen greifen Buffys Schloß an. Die Armee der Jägerinnen entschließen sich zum Rückzug und greifen dabei auf einen alten Freund in einem fernen Land zurück. Doch egal wie weit sie flüchten; es kommt zum Unausweichlichen. Eine Schlacht, bei dem die Jägerinnen Menschen töten müssen, um zu überleben.
Der Plot ist episch, keine Frage. Die Zerstörung ihrer Heimat, die Flucht, ständig große Armeen. Dazu ein längst vergessener Nebencharakter, der wieder zum Vorschein kommt. Die Storyline, welche mit dem ersten Band anfing, hat hier ihren vorläufigen Höhepunkt, jedoch wird die Geschichte so dermaßen lieblos umgesetzt, dass man sich leider durch den Band quälen muss. Nichts wird dramaturgisch zu seinem Höhepunkt inzeniert, nie fiebert man aufgrund brenzliger Situationen mit. Das Hauptproblem ist dabei einfach, dass diese Geschichte für diesen Paperback einfach zu groß ist. Man hätte die Schlacht und das Vorbereiten auf den Endkampf etwas hinauszögern können, um so als Leser darauf hin zu fiebern. Leider ist das nicht der Fall und so rast man durch diese Storyline durch, ohne sich wirklich auf die Ängste und Gefühle der Protagonisten zu konzentrieren. Die Nebencharaktere verschwinden eh fast ganz aufgrund fehlenden Raumes. Selbst der Handlungspunkt, dass die Jägerinnen Menschen töten müssen, wird nicht wirklich genutzt, obwohl gerade hier viel Potential drin gesteckt hätte.
Jeanty ist so schlecht wie selten. Ich bin kein großer Fan von seinem leicht cartoonigen und vor allem groben Zeichenstil, aber hier ist wohl sein Tiefpunkt. Der Band liest sich nicht flüssig, inhaltliche Höhepunkte inzeniert er nicht und die meisten Geschichter sind nur noch Skizzen. Nebenbei sehen alle Gesichter gleich aus.
Als dann lila Götter erscheinen und merkwürdig rumwuseln, ist eh alles vorbei. Nächstes Mal soll Zwielichts Idendität gelüftet werden; mich interessiert es nicht mehr.






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