“Buffy Band 4: Jetzt kommt Fray!” – Gewohnt guter Inhalt, gewöhnungsbedürftiger Zeichenstil
Sonstige Rezis |
30. März 2009 20:19 Uhr |
Bateman |
Alle gut vorbereitet auf Band 4 der “Buffy”-Saga? Fleißig die letzten Paperbacks noch mal gelesen und am besten noch das Spin-Off “Fray” gekauft? Wieso, fragt ihr euch? Na, Buffy wurde in die Zukunft unfreiwillig entsandt und gerät in eine Welt, die sie so gar nicht versteht und trifft auf Fray, der letzten Jägerin auf Erden!Und wir verstehen nicht den Stilwechsel in der Zeichnerriege. Unglaublich, dass Jeanty noch gewöhnungsbedürftiger zeichnet als ohnehin schon.Buffy wird von einer fremden Macht tausende von Jahre in die Zukunft geschickt und stösst direkt auf Fray, die letzte lebende Jägerin. Während die Scooby-Gang in der Gegenwart versucht Buffy wiederzubringen, muss diese ihre Haut vor Fray retten und vor zwei ominösen Gegnern, die es auf sie abgesehen haben. Und einen davon kennt sie nur allzu gut.
Als erstes fällt einen hier wohl der Stilwechsel des Zeichners auf. Georges Jeanty zeichnete die Serie bisher und geriet bei mir mit seinem zeichentrickhaften Stil schon in die Kritik. Er ist es zwar immer noch, aber irgendwie hat sich sein Stil total verändert. Ich kann es nicht richtig beschreiben, kann mich auf jeden Fall damit noch weniger anfreunden. Allein die Gesichter der Figuren kann man noch schlechter wiedererkennen.
Auch inhaltlich ist der neue Band irgendwie platter. Mit dem Aufeinandertreffen der Jägerinnen hat man die typische “Crossover-Regel”, die sonst nur in Superhelden-Comics galt. Zwie Villains, jeweils beide aus der einen Welt des Helden und der klassische Kampf der Helden gegeneinander, bevor sie sich gegen ihre Gegner verbünden. Dazu hat man Schwierigkeiten folgen zu können, wenn man den Sonderband “Fray” nicht gelesen hat, da hier viele Charaktere aus der Serie auftauchen. Ebenfalls wird der Fantasyanteil mit Feuer/Eisen-Minotauren und grünen Kobolden unglaublich hochgeschraubt, was ich eher negativ ansehe, da alles damit sehr platt wirkt.
So, das Positive hingegen sind die klassischen Punkte, weswegen wir alle die Serie so lieben. Zum einen natürlich die tollen Cover von Jo Chen, auch wenn die nicht ganz so gut sind wie sonst. Dazu der tolle Humor, der hier wieder zahlreich vertreten ist. Und der typische “Wheadon-Humor” ist so klasse, dass wirklich jeder dabei lachen müsste oder wenigstens schmunzeln. Dazu kommt, dass die Grundgeschichte, also das Aufeinandertreffen der beiden Jägerinnen sogar sehr interessant ist. All das wird nämlich mit dem Ende der Magie inhaltlich verbunden, von dem man bisher hörte und ist nach diesem Band ein Stück schlauer, was alles noch in Zukunft passieren könnte. Einmal mehr zeigt sich, wie gut Wheadon das ganze Universum und die Saga um Buffy durchdacht hat. Noch dazu sind die Charaktere hier wieder sehr interessant gestrickt. Keine klassischen “Gut und Böse-Figuren”, all das macht es wesentlich spannender.
Auch der Handlungsstrang um Amy, dem “Skelett” sowie “Dämmerung geht etwas weiter. Auch hier gibt es eine kleine Enthüllung.
Weiteres Highlight ist die kurze Zweitgeschichte, wo Buffy ebenfalls “in die Zeit” zurück reist und zwar zur Zeit der ersten Staffel. All das passiert im “Animated-Stil”, ähnlich wie bei “Batman Animated” und ist allein vom Wortwitz wie auch vom Stil unglaublich witzig und das kleine Highlight des Bandes.
Insgesamt etwas schlechter als die anderen Ausgaben, aber durch Wortwitz und guter Story rettet es noch viel, obwohl wenige Details wie die schlechten Fantasykreaturen und dem schlechten Verständnis der “Fray-Welt” sich deutlich hervor tun. Allerdings ein Band, den man wegen den Fortschritten in der Gesamthandlung nicht verpassen sollte.






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