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“Der lange Heimweg” ist der zweite Graphic Novel um Roland und dem dunklen Turm. Während der erste gewissermaßen noch einmal die Geschichte aus dem Buch: “Glas” zum Teil erzählte, so wandelt man ab dem zweiten Band auf neuen Pfaden mit King. Der Handlungsstrang wird spannend und vor allem im Stil der Bücher interessant weiter erzählt, noch dazu ist das Artwork von Jae Lee noch ein ganzes Stück besser geworden, als es ohnehin schon war.Rolands “Liebchen” ist von den Leuten aus der kleinen Stadt verbrannt worden. John Farsons Männer jagen Rolands Ka-Tet, als Rolands Geist von der magischen Kugel reingesogen wird. Während Roland dem scharlachroten König zum ersten Mal begegnet und versucht, dies auch zu überleben, da müssen in der realen Welt die restlichen Revolvermänner um ihr Leben und das von Roland kämpfen. Farsons Männer kommen!

Der erste Band war schon grandios, weil er die Stimmung von Kings Meisterwerk gut übertrug, welch ein Wunder, er hatte ja auch bei der Produktion seine Hände mit im Spiel. Nun gehen wir endlich neue Pfade entlang und das Weiterführen der Geschichte von “Glas” ist wirklich packend und stilecht. Man kann sich hier sicherlich auf mehr Ausgaben freuen, denn die ganze Geschichte ist noch sehr ausbaufähig. Einen Überblick auf die kommenden Erscheinungen wäre da vom Verlag “Heyne” übrigens gar nicht schlecht gewesen.

Prinzipiell erwartet einem mit der zweiten Ausgabe eine spannende Geschichte, die recht viel Action mit einer guten Handlung kombiniert. Dazu kommen gut geschriebene Dialoge. Einzig die vielen Fantasywesen sind fast etwas zu viel. Zwar begab man sich schon bei den Büchern in eine Fantasywelt, doch kommen doch etwas arg viele Kreaturen vor. Auch die Geschichte ist nicht revolutionär, es passiert recht wenig – Flucht vor den Verfolgern und Rolands Gefangenschaft – ,doch was stattfindet, ist gut geschrieben.

Dazu kommt noch das famose Artwork von Jae Lee, der schon für die Zeichnungen im ersten Band zuständig war. Es hat fast den Anschein, als hätte er sich abermals gesteigert, denn die Panels, meistens Splashpages, sehen noch ein Stück besser aus als das, was man von ihm ohnehin kannte. Sein Stil ist perfekt für den “Dunklen Turm” und ist genauso düster, mystisch und melancholisch, wie es sich für die Saga gehört. Noch dazu fügt sich der Kolorist perfekt in die Reihe ein und liefert die entsprechenden Farben.

Zum Schluß erwarten einem viele Extras, fast noch mehr als im ersten Band. Neben einem etwas größerem Roman über den Dogan kommen noch viele Cover, eine Landkarte und ein Begleittext von King persönlich zum Vorschein. Was begehrt das Herz noch mehr? Ich möchte meinen, nichts.

Diese wirklich gut geschriebene Geschichte mit grandiosem Artwork und vielen Extras gibt es lediglich für zwanzig Euro, wie ich finde eine faire Investition. Leider natürlich nur für Fans des “Turms”, denn alle anderen werden mit der Geschichte wenig anfangen können. Wer sehr viel Geld übrig hat, kann auch noch auf die Version von dem Verlag “Splitter” warten, die wahrscheinlich mit HC und noch mehr Extras in den nächsten Monaten erscheinen wird.

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