1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (1 Stimmen, im Schnitt: 3 von 5) Loading ... Loading ...

sandmanprc4sentiert1thessaly96diehexelc4sstdasmordennicht_592Mit “Thessaly” halte ich das erste Werk in meinen Händen, dass aus meiner Sammlung zwar in der Gaiman-Welt spielt, aber nicht von Neil Gaiman selber geschrieben wurde. Mit einigem Zweifel geht man da natürlich ran, aber es ist eine wunderbare, unterhaltsame Lektüre geworden, wenn auch etwas kurzweilig.

Thessaly ist die letzte lebende theesalische Hexe auf Erden und daher begehrt für jeden, der die Macht seiner besiegten Gegner aufnehmen kann. Als eine Horde blutrünstiger Dämonenhunde Theesaly angreifen, weiss sie, dass jemand hinter ihr her ist. Sie muss die Verfolger finden, bevor sie sie abermals finden und dann töten, zu guter Letzt verfolgt sie dabei auch noch ein nervtötender Geist.

“Thessaly” ist nicht unbedingt schlechter, nur weil der Band nicht von Gaiman ist. Trotzdem würde ich auf solche Exerimente gerne verzichten, da dafür vielleicht der dritte oder vierte Band aus der Sandman-Welt ohne Gaiman schlechter wird und die Gaiman-Geschichten bisher immer für Qualität standen, gerade weil man wusste, dass nur der Meister selbst in seinem Universum rumwurschteln darf. Zwar kommt schon ein wenig Gaiman-Charme in die Geschichte hinein, trotzdem wirkt es mehr wie krampfhaft aus dem Universum gegriffen. So hat man, damit mehr der Charme von Gaiman rüberkommt, zahlreiche Figuren aus seinem Universum in kleinen Gastrollen auftreten lassen.

Die Geschichte selbst ist unglaublich einfach und ehrlich gesagt auch etwas zu leicht gestrickt, aber gleichzeitig kann “Thessaly” mit tollen Figuren, witzigen Dialogen und einer Portion Charme auftrumpfen. Gerade bei den sympathischen Zeichnungen und gleichzeitig dem Auftreten von derber Gewalt kommt man ins Schmunzeln. Der Stilbruch funktioniert hier.

Ansonsten sei gesagt, wer Lust auf Gaiman hat, ohne wirklich ihn zu lesen, sondern etwas, was halt nur “fast” so gut ist, kann bedenkenlos zugreifen. Nicht ganz die Liga des Meisters, keine wirklich gute Geschichte, dafür tolle Figuren und ein toller Witz in den Dialogen.

Verwandte Artikel