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wraithborn_860Erst vor ein paar Wochen habe ich “Tarot” kritisiert; “Wraithborn” schlägt in die selbe Kerbe, ohne seitenlang Brüste und Vaginas zu zeigen. Dieser Band besitzt wie “Tarot” haufenweise Action, ebenso viele Babes und all das in einem Gothikgewand. Auch wenn “Wraithborn” nicht für Fans der hohen Literatur geschrieben wurde, so ist es wenigstens besser als der halbe Porno “Tarot”. Allerdings kann man das auch von meinem Toilettenpapier behaupten.

Inhalt:

Melanie Moore ist eigentlich ein schüchternes Schulmädchen. Der Leser steigt aber kurzfristig in das Geschehen Monate später ein und sieht das Mädchen als dunkle Dämonenjägerin Wraithborn. Wie sie zu dem wurde, wie sie nun ist, erfahrt ihr im folgenden Band.

Ihr Alptraum fängt an, als ein halbtoter Mann sie anfällt. Kurze Zeit später jagen Dämonenhunde Melanie und ein mysteriöser Mann mit Maske verfolgt sie. Plötzlich scheint jeder nach ihrem Leben zu trachten, denn die Schülerin soll eine dunkle Kraft in sich tragen.

Meinung:

“Wraithborn” kann man gut mit “Tarot” vergleichen. Zwar liegt der Schwerpunkt des zweiten mehr in Richtung plumbe Erotik, um die Leser aufzugeilen, aber ansonsten sind beide Bänder recht identisch. In beiden befindet sich der Leser in einer dunklen Gothikwelt, voll von dunklen Farbtönen, leeren Kirchen und Friedhöfen und die obligatorischen Dämonen, die allerdings in “Wraithborn” optisch deutlich gelungener sind. Auch die Geschichte ist im Gegensatz zu Balents kleinem Hexenporno fast ein Meisterstück, in Relation zu anderen Werken aber doch recht plumb und einfach.

Generell ist die Zielgruppe definitiv zwischen fünfzehn und zwanzig(?). Die Figuren, hauptsächlich Mädchen, haben eine Mordstaille und gehören auf jeden Fall in die Kategorie “Babes”. Hier kann sich der Klischee-Jugendliche noch einen gepflegt runterholen! Die Geschichte dreht sich halt um den Anfang der Heldin, wie sie als unwissender Mensch von höheren Mächten gejagt wird. Sie läuft vor Dämonen weg, bekommt immer wieder Informationsfetzen mit und läuft wieder vor ihren Verbündeten weg, dabei dreht sich alles um eine böse Hexe und Verbündete.

Fazit:

Ich hoffe, die Kritik klingt nicht allzu harsch. Prinzipiell ist das Comic nett. Wer wieder auf Babes-Zeichnungen steht, eine düstere Dämonenwelt und eine einfach gestrickte Handlung, die übrigens recht brutal ist, dem kann man “Wraithborn” empfehlen. Da es aber nicht mehr bietet, lediglich zwei Sterne, also Durchschnitt.

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