“The Spirit Band 3″ – Darwyn Cooke ist leider nicht mehr im Team
DC-Rezis, Kritiken |
2. März 2009 14:13 Uhr |
Bateman |
Der Spirit geht in die dritte Runde. Nach zwei guten Ausgaben, die von Darwyn Cooke (Catwoman) gezeichnet und geschrieben waren, tritt dieser höchstens als Unterstützung bei der Covergestaltung auf. Sergio Aragonés tritt als Autor in Erscheinung, den ich bisher nur mit “MAD” in Verbindung brachte. Doch ist der neue Autor auch genauso gut wie Cooke?
Ich bin ein Fan von Comicprojekten, wo einzelne Leute wirklich etwas geschafft haben und auch lange am Projekt saßen und es betreuen. Beim Neustart der “Spirit”-Serie war Darwyn Cooke bis auf ein paar Ausnahmen Zeichner und Autor. Zwar ging das nur etwas mehr als zehn Ausgaben, aber er hatte es geschafft, die meisten Einzelgeschichten unterhaltsam zu schreiben und dabei noch einen ganzheitlichen Handlungsstrang für seinen “Run” zu erschaffen. Dazu passte sein Zeichenstil und ich verband ihn sofort mit dem neuen “Spirit”. Der neue Autor, Aragonés, kommt leider nicht an Cooke heran. Eine große Geschichte, die sich über den “Run” zieht, gibt es leider nicht und die Einzelgeschichten sind auch keine Genremischung mehr, sondern lediglich Krimis, wo selbst der Charme nicht da ist oder nicht passt, obwohl dieser unterschwellige Charme zur Serie einfach gehörte.
In diesem Paperback sieht man das Werk von mehreren Zeichnern, dabei sticht keiner recht hervor. Es liegt wahrscheinlich daran, dass ich seit Cooke einfach voreingenommen bin, weil sein Stil einfach perfekt passte, aber auch so reißt mich hier nichts vom Hocker. Sonderlich hervor tun schafft kein Zeichner, höchstens Aluir Amancio mit der “Kreuzfahrt”-Geschichte, allerdings ist die Kurzgeschichte “In den kalten Abgründen eines eisigen Herzens” besonders unpassend gezeichnet, verantwortlich dafür sind Phil Hester und Andre Parks (Batman). Leider haben alle Zeichner ein Talent fürs “Fratzen zeichnen”, denn wirklich gelungen sehen die wenigsten Gesichter in den Ausgaben aus.
Aragonés als Autor erschafft reinrassige Krimigeschichten mit einer leichten Tendenz zum Humor, der aber leider auch nicht wirklich sitzt. Die Geschichten sind eher unspektakulär und ich vermisse bei Aragonés einfach die Vermischung der verschiedensten Genres. Ein Element, das, so dachte ich, eigentlich für “Spirit” stand. Wirklich weh tun die Geschichten nicht, man kann sie alle lesen, aber gefallen tun lediglich zwei (“Kreuzfahrt” & die “Hollywood”-Geschichte).
Die Cover, auch etwas wichtiges bei “Spirit”, sind alle recht nett, aber auch hier waren die früheren wesentlich spektakulärer. Zumindest waren hier Leute am Werke, die etwas von ihrer Arbeit verstehen wie Cooke oder Timm, da ich bei Aragonés als Autoren nicht wirklich sicher bin, ob ich noch etwas von ihm je lesen will.
Die Geschichten sind noch lesbar, aber auch als Fan kann man sie getrost auslassen. Das Cover vom Paperback ist noch das beste an “Spirit Band 3″.







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