“Jack of Fables 1: Flucht nach vorn” – Souveräner Anfang
Vertigo/Wildstorm-Rezis |
3. April 2009 22:11 Uhr |
Bateman |
“Jack” ist ein Spin-Off zu einer ganz fantastischen Serie. Zu “Fables”, eine Serie, die an Raffinese in der Erzählkunst und Originallität im Allgemeinen kaum zu überbieten ist. Doch ist ein Spin-Off mit dem Arschloch der (Fable)-Nation überhaupt sinnvoll? Lest es hier nach und schreibt mir, falls ihr anderer Meinung seid!
Jack ist der größte aller Fables, seiner Meinung nach. Nach dem er die anderen verlassen hat, machte er sich auf, um die Welt zu erobern. Mit einer geglückten Filmkarriere und einem Koffer voll Geld fängt der erste Band dieser eigenwilligen Serie an und wirft uns direkt in ein amüsantes, aber fast zu belangloses Abenteuer hinein.
Um genau zu sein, dreht es sich in dem folgenden Band darum, dass Jack in eine Art Altersheim gefangen ist. Klingt skurril und ist auch so! Hier wird er mit anderen Fables gefangen gehalten, doch es dauert nur wenige Tage, bis Jack eine Revolution anzettelt. Er bricht aus und nimmt sie alle mit!
Die Geschichte fängt fast unmittelbar im Gefängnis an und dreht sich auch da schon gleich um den Ausbruch. Lediglich im ersten Heft gibt es noch Zwischengeplänkel, dann geht es auch schon los. Dabei wirkt der Band recht kurzweilig und man wundert sich, dass das fünf Ausgaben in gesammelter Form waren. Wirklich bemängeln kann man nichts, doch es sticht auch nichts so sehr raus. Die Grundidee ist recht witzig, doch man hätte sich noch mehr auf die skurrilen Figuren konzentrieren sollen, die mit Jack ausbrechen sollen, denn egal ob es die Ganz, das Ei oder die Crew von “Oz” ist, sie alle tun der Geschichte echt gut. Selbst wenn sie nur am Rande am Bild vorkommen und die Szene seltsam beäugen, sie werden einfach gut eingefangen.
Die Hauptperson ist Vorteil und Problem in einem. Konsequent schrieb man Jack in seiner eigenen Serie genauso wie sonst auch. Nämlich als hochkarätiges Arschloch, prinzipiell stehe ich auf Anti-Helden/Bösewichte mehr als auf den Supermann, aber ihn kann ich irgendwie nicht ab. Ist er mir zu hochnäsig und gleichzeitig so tölpelhaft.
Die Zeichnungen passen zum Band und kann man getrost als gut empfehlen. Sie stechen zwar selten groß raus, aber gerade die Märchenfiguren sehen ziemlich gut aus.
Prinzipiell ein gelungener Start, aus dem man aber mehr rausholen könnte. Gerade wenn man sich anschaut, wer der große Bruder von Jack ist, so wundert man sich, dass “Jack” bisher recht belanglos ausfiel. Wenn die nächste Geschichte einfach mehr fetzt und generell imposanter ist, dann klappt es auch mit vier Sternen. Drei sind aber auch immerhin “gut” und das ist mehr als manch andere Bände.






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