“John Constantine – Hellblazer 6:Stationen des Kreuzweges” – Düstere Fantasy auch für Neueinsteiger
Vertigo/Wildstorm-Rezis |
1. April 2009 21:57 Uhr |
Bateman |
Man kennt das. Unter dem Begriff “Fantasy” versteht meist das selbe. Meist ruhen diese Geschichte auf den selben Nenner. “Constantine” basiert auf alte, düstere Magie. Auf die Hölle im christlichen Sinne und klassische Dämonen. Von DC war man regelrecht verzogen wurden durch Mainstream-Dämonen und bunter Hölle, doch der Hellblazer bietet eine spannende Geschichte, die düsterer und spannender ist als vieles andere. Man bekommt wieder einen erstklassigen Band präsentiert, der sowohl für Kenner der Reihe wie auch für Neueinsteiger zu empfehlen ist.
John Constantine hat sein Gedächtnis verloren und wandelt durch London. Ein kleines Mädchen führt ihn in ein Krankenhaus, in dem er auf einen wahnsinnigen Serienkiller stösst. Dieser ist fasziniert von dem Mann ohne Gedächtnis und nimmt ihn als Herausforderung an. Die Jagd hat begonnen.
Constantine stösst auf eine Kirche, dessen Oberhaupt scheinbar nicht ganz rein ist. Menschen verschwinden und die Anhänger der Kirche sind mehr als fanatisch. John beschließt der Sache auf den Grund zu gehen.
Mit dem sechsten Band bekommt man zwei Geschichten geliefert, die beide grandios sind. Beide erfinden das Rad nicht neu, schaffen es aber eine einfache Geschichte packend zu erzählen. Dabei kann gerade die Stimmung, hervor gerufen durch Zeichnung und Dialog, vollends überzeugen und hält einen in den Bann dieses gruseligen Bandes.
Gerade die Ausarbeitung der Fantasy gelingt, da man sich auf alte christliche Mythen stützt. Dementsprechend können die Dämonen auch sehr überzeugen. Auch der Rest der Ausgabe lebt von der konsequenten Verbreitung eines leichten Schauers beim Leser. Sein es die Geister, die John folgen oder der Serienkiller, alles schon da gewesen und trotzdem sehr packend und spannend hier.
Die Charaktere sind alle sehr schön ausgearbeitet. Sie wirken alle real und nicht “Comicmäßig”. Gerade Constantine ist ein guter Sympathieträger.
Am Werk sind verschiedene Zeichner, die alle recht verschieden sind, aber insgesamt alle zueinander und zur Geschichte selber passen. Auch die düstere und farbarme Kolorierung passt zum Stil.
Der Band erzählt eine fortlaufende Geschichte, die hier auch weiter vorran getrieben wird, trotzdem kann man als Neueinsteiger alles perfekt verstehen und nichts trübt den Lesespaß. Ein verdammt interessanter Cliffhanger wird dafür sorgen, dass ihr euch auch die nächsten Ausgaben holt. Glaubt’s mir!



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