“Preacher 5: Stadt der Verdammten” – Leise Töne, hohe Qualität
Vertigo/Wildstorm-Rezis |
29. April 2009 19:26 Uhr |
Bateman |
“Preacher” ist eine Serie, die ich erst bei ihrer Neuauflage von Panini entdeckt habe und sie seitdem begeistert lese. Nach dem sehr entäuschendem vierten Band, der auf “Lobo”-Niveau war, so ist “Stadt der Verdammten” wieder auf hohem Niveau und legt besonders wert auf das Zwischenmenschliche. Leise Töne also, die überzeugen können!
Inhalt:
Der Prediger will mit Cass und Tulip endlich Antworten finden und sucht einen Freund von Cassidy auf. Dieser beschäftigt sich mit Vodoo. Ein unbequemer Weg, um Antworten zu erlangen, aber vielleicht der einzige. Und dann wären da noch Sektenanhänger, die einen alten Groll gegen Cass hegen.
Meinung:
Der neueste “Preacher” ist ungewohnt ruhig. Viele Dialoge, viel Charakterentwicklung und viel Gefühl. Meines Erachtens genau das richtige nach der Hälfte der ganzen Serie und nach dem stumpfsinnigen vierten Band auch wieder dringend nötig. Fast meint man, aber wieder zu sehr – ich weiß, ich bin nie zufrieden – denn eine spannende Handlung neben der Entwicklung der Figuren fehlt fast gänzlich. Ein “Thrill” kommt erst sehr spät und der bzw. die Gegenspieler kann man eh nicht ganz ernst nehmen. So konzentriert man sich wieder auf die Hauptpersonen, die hier alle im Rampenlicht stehen, allen voran Tulip, von der man mehr Einblicke bekommt und zwar nicht in ihr Dekolleté, ihr Schweine! Gerade das zeigt trotz des Trash den Anspruch und die Reife eines “Preacher”, wenn Themen wie “Freunde” und “Verrat” so realistisch vermittelt werden. Außerdem trifft man auf all die Figuren, die demnächst wieder wichtig werden und die ihre Pläne weiterschmieden, wieder. Die Geschichte ist damit quasi ein Weichensteller für die späteren Ausgaben.
Am Anfang gibt es noch einen One-Shot zu Cass Vergangenheit, der noch einmal ganz besonders durch Humor und auch durch Tiefe punktet.
Dillons Zeichnungen sind passend wie immer, auch wenn ich ihn persönlich nicht mag.
Fazit:
Eine sehr gute Geschichte, die nicht durch Action, sondern durch Humor überzeugen kann. Leider aber nur ein Vorspiel zu späteren Ausgaben, da man hier die “Weichen” für kommende Ereignisse stellt.




(3 Stimmen, im Schnitt: 3.33 von 5) 

2 Kommentare | Einen eigenen Kommentar schreiben
Also ich komme irgendwie mit Tulips Figur nicht klar (und ich meine nicht den Körperbau). Bestimmt handwerklich keine schlechte aber sie trifft überhaupt nicht meinen Geschmack. Diese ganze Thematik wie sehr Frauen auf sich selbst auf passen können, mit oder ohne Männer klarkommen und auch alles weg ballern können nervt mich einfach und fügt sich in, die in Preacher so stark vertretene Südstaaten/Cowboy Attitüde perfekt ein. Versteht mich nicht falls, das war einer der Gründe wieso ich dieses Comic lese, aber mittlerweile wird auch mir das alles etwas zu viel und ich bin ein Westernfan!!
Wollte nur mal meine Meinung loswerden. Ist deswegen immernoch ein guter Comic.=) Cass rockt
17.07.09 11:50 Uhr | | Nach oben
Stehe auch auf die Western-Stimmung, aber Tulip geht mir auch auf die Nerven…Irgendwie ist der Charakter zu sehr Klischee…
19.07.09 22:07 Uhr | | Nach oben
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