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Gaiman und McKean zusammen sind wohl schon durch etliche andere Zusammenarbeiten berühmt geworden, da denke man nur an “Black Orchid”. Doch “Signal to noise” ist ihre erste Zusammenarbeit gewesen und aus meiner Sicht wohl auch die beste. Die bodenständige und eher verhaltene, fast schon kleine Geschichte bietet Erzählkunst auf einem hohen Level und Bilder, die man bis  höchstens von Keans spätere Werken her kennt.

Die Geschichte ist gerade für Gaiman, aber auch generell im Verhältnis zu jeder anderen Comicgeschichte verhältnismäßig still und unspektakulär, aber dafür anspruchsvoll. Dieser Detailgrad in der Erzählung um den Tod eines Mannes und seiner Verarbeitung wurde so interessant umgesetzt und die Thematik so gelungen mit Metaphern und lynchen Handlungsfäden versehen, dass man auch beim zweiten und dritten Mal Lesen noch neue Storyelemente entdeckt. Generell wirkt dieses Werk für den damals recht jungen Gaiman überraschend reif und auch im Hinblick auf die heutige Comiclandschaft. Auch wenn der Tod und dessen Verarbeitung immer ein Thema sein wird, so wurde dies selten so explizit, konsequent und überraschend erwaschen erzählt wie hier.

Dave McKean ist grundsätzlich “mein Held”, da ich seinen Schreibstil einfach liebe. Diese Collage aus “Was weiß ich für Prospekte” und Zeichnungen, dazu diese Verfremdung und Kolorierung geben einen einzigartigen Stil. Und auch wenn “Signal” eines seiner ersten Werke war und die Geschichte recht spärlich in Sachen Epik daher kommen vermag, so sind seine Bilder wieder einmal überwältigend und in der Hinsicht das Beste, was ich bisher von ihm sah. Es geht schon weit über die Thematik des “Comics” hinaus und man hat das Gefühl, als wäre er bei weiteren Werken nicht mehr ganz so ausgefallen, wie es nun einmal hier der Fall ist.

Schwer zu beschreiben. Wer partout nichts mit kleinen Dramen anfangen kann und grundsätzlich ein Fan des Blockbusters ist, sollte hier von die Finger lassen. Doch das wäre recht schade, denn das in die Jahre gekommene Werk hat nichts von seiner Kraft verloren. “Signal to noise” ist jetzt schon eins meiner Lieblingscomics geworden, denn selten vermag etwas anderes mich so in seinen Bann zu ziehen.

Nur nicht von dem potthässlichen Cover abschrecken lassen!

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