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theboys4_881“The boys” ist aufgrund der witzigen Idee und der bisher guten Storyline noch eine meiner wenigen Serien gewesen, auf die ich mich gefreut habe, allerdings kam beim vierten Band schon recht schnell die Ernüchterung. “Schmutzige Geheimnisse” lässt zeichnerisch nach und auch wenn einzelne Gags, wie auch die Idee dahinter, sehr gut sind, so mangelt es dem Band doch an vielem.

Im vierten Band muss Hughie als Spion in ein Superheldenteam eingeschleust werden, nachdem ein Superheld sich auf mysteriöse Art und Weise umgebracht hat. Doch nicht nur er ist beschäftigt, auch das restliche Team sitzt an dem Fall dran, um die dunklen Machenschaften zwischen Kommerz, Selbstmord und Massenorgien zu erfahren.

Die Storyline um Hughie, der sich als Superheld ausgibt, ist auch diesmal an und für sich recht interessant, doch mangelt es hier stark an der Ausarbeitung. Zwar funktionieren viele der Gags gut, doch wäre hier einfach bei dem “Superheld” Hughie viel mehr drin gewesen, diese verschenkten Seiten wurden verschwendet, um wesentlich mehr Inhalt, also Tiefgang, reinzubekommen. Ist prinzipiell stattdessen gut, nur funktionieren diese Teile des Comics im Gegensatz zu den vorigen Bändern hier weniger. Trotz genügend Raum wird ein Mother Milk nicht interessanter, genauso wenig wie der Frenchman. Leider, denn daran krankt die Geschichte.

Dieser Story-Arc ist viel zu lang, man hätte das ganze auf gut drei bis vier Ausgaben runterkürzen können und auch das neue Superheldenteam ist abgesehen von der abgedroschenen und klischeehaften “Nigger-Sprache”, die dem Band sehr geschadet hatte, ziemlich unoriginell. Bei vielen Elementen im Band hatte man das Gefühl, man hätte es schon längst in den vorigen Bänden gesehen.

Übrig bleibt ein schlechter Nachgeschmack. Zwar war nicht alles schlecht, aber die gewohnt gute Qualität zwischen platten und schwarzen Humor und einer gewissen anspruchsvollen Kritik an der Superhelden-Thematik blieb diesmal aus. Hoffentlich kommt das nächste Mal mehr Spannung und auch eine Weiterentwicklung der Figuren. Trotzdem rate ich jedem, der sich an der Serie noch nicht versucht hat, einen Blick zu wagen. Die Serie lohnt sich.

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