Als Comicleser wechseln sich die Lieblingszeicher aufgrund des zahlreichen Konsumierens ständig. Meine Top drei Lieblingszeichner in früherer Zeit als             Comicleser sind:

1) Frank Miller: Man muss sicherlich Respekt vor Leuten haben, die sowohl schreiben und zeichnen. Als ich mit “Sin City” anfing, war ich, wie wahrscheinlich jeder andere auch, vom Schwarz/Weiß-Stil geblendet. Mittlerweile sieht das anders aus. Miller kann sicherlich immer noch genauso gut mit dem farbleeren Stil zeichnen, aber abgesehen von “300″ sind seine restlichen farbigen Werke nicht berauschend. Da, wo gerade Linien und Objekte richtig gezeichnet werden und nicht nur angedeutet durch Schattenspiele, da versagt seine Zeichenkunst.

2) Kelly Jones: Der Zeichner polarisiert auf jeden Fall.Ich war früher von seinen Werken aus der Batman-Serie fasziniert. Auch er kann gut mit dem Schatten umgehen und hat ein Faible für Surreales, aber gerade bei menschlichen Gesichtern versagt er und zwar sehr.

3) Dustin Nguyen: Seine Kunst sah ich zum ersten mal bei “Authority”. Ich mag seine Art immer noch, aber die Faszination bzw. Vorfreude, wenn ich wusste, dass etwas von ihm kommt, ist mit der Zeit einfach gegangen. Als ich verschiedene Sachen bei “Batman” von ihm sah, war irgendwas weg.

Meine Top 3 aktueller Zeit als Comicleser:

1) Alex Ross: Okay, ich gebe es zu. Alex Ross cool zu finden, ist ungefähr so einfallsreich, wie die Beatles toll zu finden. Aber seit “Kingdom Come” ist er einfach mein Held geworden.

2) Tim Sale: Auch Tim Sale ist kein ungeschriebenes Blatt, aber sein Stil gerade bei “Long Halloween” war einfach klasse. Die verschiedenen experimentellen Bilderabfolgen und der farbarme Stil, wenn der Mörder zuschlug, war einfach Inspiration pur.

3) Frank Quitely: Man muss sich erst einmal an ihn gewöhnen. Er hat keine Hemmungen, Figuren anders darzustellen, als man es kennt. Aber gerade die sparsamen, aber geschickt gesetzten und wunderbar in Szene gesetzten Splashpages sind klasse.

Wer kann es in Zukunft bei mir sein? Ich lese mich grade in “Hellboy” rein und finde den eigenwilligen, kantigen Stil von Mignola sehr cool, insbesondere weil er dieses Projekt auch wieder alleine zeichnet und schreibt.

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