ff09_alleZwar geht das Filmfest noch bis diesen Mittwoch, aber für mich ist es schon gelaufen. Man überblickt einen Kinomarathon von vier Tagen, die allerdings nicht ihren erwarteten Tribut von einem verlangt haben. Alles in allem überraschend gute Filme und ein an sich gutes, wenn auch manchmal ein verplantes Filmfest. Ein Fazit:

Am Mittwoch fing es mit dem Eröffnungsfilm gut an. “Carriers” eröffnete den Start in die kinoreiche Woche und war aufgrund meiner geringen Erwartungen ein spannend inzenierter Film über eine fast ausgestorbene Welt. Die Angst vor einem tödlichen Virus wurde gut umgesetzt und der Film konnte insbesondere durch die Schockeffekte gut punkten. Dazu kam eine erfreulich lange Ansage vom Filmfestleiter, ein Überblick auf die kommende Woche, ein wieder einmal gut gemachtes Filmfest-Heft und sogar als Geschenk eine DVD mit allen Trailern der letzten Jahre. “Carriers” bekommt 3 von 5 Punkten.

Nach einem Tag Pause ging es Freitag mit “Largo Winch” weiter. Alles in der Routine des Kinos gab es zwar keine DVD, dafür eine informative Ansage, bevor es pünktlich los ging. “Largo Winch” konnte als eine Mischung aus “James Bond” und den Szenen von Bruce Wayne in “The dark knight” gut überzeugen. Die Comicverfilmung hatte sichtlich viel Budget bekommen und konnte diese gut in gelungene Actionszenen umsetzen. Trotzdem blieb auch die Story nicht zu kurz. Alles in allem ein runder Film, der zwar nicht zu hundert Prozent überzeugen konnte, aber defintiv ein Highlight war. 3,5 von 5 Punkten.

just_6237Einen weiteren Tag später ging es mit “Just walking” weiter. Der spanische Mafiafilm fiel mit überraschend wenig Besuchern auf, währenddessen wurde die Hälfte der Trailer vor dem Film einfach weggeschnitten und die Ansage kam auch nicht. Es schien bezüglich der Leitung nicht mehr alles so gut organisiert zu sein. Auch das restliche Publikum schien vom Film nicht so begeistert zu sein. Selbst ein kleiner Applaus blieb aus. Der Film selber konnte aufgrund seines Realismus gut punkten. Die spannende Geschichte von vier Frauen, die Rache an der Mafia nehmen wollen, bestach aus einer guten Mischung Action und Handlung und scheute sich auch nicht davor, richtig dreckig zu werden. 4 von 5 Punkten.

Der Abschluß wurde mit “Distrikt 9″ gemacht. Der mit Abstand größte Ansturm an Leuten im Kino. Die komplette Eingangshalle vor dem Saal war extrem voll und später saßen sogar Leute auf den Stufen. Es gab erfreulicherweise wieder eine DVD, eine unglaublich lange Ansage und den längsten Applaus, den ich bisher beiwohnen durfte. Der Sci-Fi-Film besaß aufgrund seines Diskriminierungs-Ansatzes eine interessante Thematik. Die Geschichte um Aliens, die nicht von der Erde wegkönnen, da ihr Raumschiff kaputt ist und sie in einem Slum in Afrika aufwachsen, ist so skurill wie genial. Leider verliert sich der “Indie-Film” in Belanglosigkeit, wenn sich die Geschichte um einen gejagten Hybriden zu sehr in Belanglosigkeit verliert. Hier wäre weniger Action und mehr Geschichte besser gewesen. 3 von 5 Punkten.

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