Fazit der 1.ten “Angel”-Staffel - “Monster of the week”!
Verfilmungen |
17. April 2009 20:04 Uhr |
Bateman |
Angel ist eine Serie, die wahrscheinlich nicht mehr so vielen geläufig ist. Und die meisten, die sich daran noch erinnern können, werden es mit “Buffy” sicherlich gleichsetzen. Ganz so falsch liegt man damit auch nicht, denn “Angel” ist ein Ableger der ersten Fernsehserie von Fan-Liebling *trommelwirbel* Joss Wheadon. Allerdings ist “Angel” ungleich düsterer und brutaler und jeder, der mit solch Serien wie “Buffy” oder “Supernatural” etwas anfangen kann, sollte mal reinschauen. Trotzdem hat gerade die erste Staffel noch starke Anlaufschwierigkeiten.
Inhalt:
Um nicht wieder zu Angelus zu werden, beschloß Angel Sunnydale und damit auch Buffy zu verlassen. In Los Angeles will er alleine gegen die Dunkelheit kämpfen, doch gerade die Isolierung von den Menschen sorgt dafür, dass er immer mehr den Zugang zu ihnen verliert. Da trifft er auf Doyle, einen Halbdämon, der durch die Mächte der Ewigkeit zu Angel geführt wird. Er soll bei ihm bleiben und wenig später treffen beide wieder auf Cordelia, die erst ungewollt, dann doch längerfristig zum Team Angel dazu stösst. Mit zwei Partnern und einer richtigen Detektei versucht Angel aufs Neue gegen die Finsternis anzugehen. Doch eine bösartige Anwaltskanzlei und der Umgang mit Menschen bringen starke Probleme mit sich. Und dann taucht auch noch eine Prophezeiung auf, die ihn als Auserwählten in der Apokalypse sieht. Doch auf welcher Seite und mit was für einer Belohnung?
Meinung:
Das Spin-Off zu “Buffy” ist erfrischend anders. “Angel” ist düsterer, brutaler, besitzt ebenso einen starken Sinn für Humor, nur dass dieser meist trockener und zynischer ist. In fast tausend Minuten bekommt man eine erste Staffel präsentiert, die noch nicht ganz weiss, wo sie hin will. Besetzungsänderungen, Orientierungswechsel bezüglich der Stilrichtung und noch Charaktere, die noch recht unsicher in verschiedene Richtungen tendieren. Dazu kommen “Filmfolgen”, die an bekannte Originale angelehnt sind, um den Bekanntheitsgrad der Serie zu steigern. Eine Idee, die glücklicherweise recht schnell gestoppt wurde.
Durchschnittliche Charatere verbunden mit fast zu 100% “Monster of the week”-Folgen, die aber alle von der Qualität in dem Bereich “Mittel” bis “Gut” schwanken. Der Witz zündet, wie man es von Wheadon gewohnt ist, doch die Entwicklung der Charaktere, egal welcher, kommt noch viel zu kurz. Erst in der letzten Folge fängt damit an, dass die Serie richtig lebt. Als kleines Highlight sind viele Gastauftritte von den Schauspielern aus “Buffy” anzusehen, die mit ihrem Erscheinen geschickt Folgen aus “Buffy” mit “Angel” verbunden haben, die auch insgesamt den Höhepunkt darstellen.
Die DVD-Box ist qualitativ okay, aber auch nicht mehr. Tonmässig Stereo und vom Bild her erkennt man auch immer noch genauso deutlich die Herkunft der Fernsehserie. An Extras sind ein paar drauf, alles mehr oder minder nichtige Making-Ofs, die genauso kurz wie beiläufig sind.
Fazit:
“Angel” ist in der ersten Staffel kein Totalausfall, aber auch weit entfernt von etwas Gutem. Man weiß noch nicht, wohin die Serie geht, spielt noch sehr damit. Viele Elemente werden eingeführt und gleich wieder aufgegeben. Was übrig bleibt ist eine solide Serie mit netten Einzelfolgen, wo gerade eine fürs Fernsehen ungewohnt düstere Geschichte mit trockenem Humor erzählt wird. Dazu gesellen sich große Gastauftritte aus der “Mutterserie”. Doch man vermisst Highlights, Charakterentwicklung und vor allem einen roten Faden. Wer der Serie mit der zweiten Staffel eine Chance gibt, wird eine Steigerung erleben.






1 Kommentar | Einen eigenen Kommentar schreiben
Die erste Staffel hatte ein paar gute Folgen und einen schönen Grundhumor. Als Spin-Off ist die Serie meiner Meinung nach gut gelungen, da sie im selben Universum, wie Buffy bleibt, jedoch die “Teenie”-Serien-Art abstreift.
20.04.09 08:41 Uhr | | Nach oben
Einen Kommentar schreiben
(Deine Emailadresse wird nicht veröffentlicht)