JL Animated - Überraschender Spaß von Bruce Timm
Verfilmungen |
9. Dezember 2008 20:57 Uhr |
Bateman |
Die Animated-Serien von DC erfreuen sich mittlerweile einer recht großen Beliebtheit unter Fans. Fing alles mit “Batman” an, ging über zu “Superman” und “Batman & Robin”, war das letzte seit langem “Batman Beyond”. Danach wurde es still um die Reihe, zumindest für mich. Doch im Nachhinein bekam ich Wind von “Jl Animated” oder kurz “JLA”. Damit stellt DC aber seine Fans und natürlich die Kinder unter die Probe, denn “JLA” ist anders, als die anderen und das im positiven Sinne. Diese Serie sollte DC-Fans in jedem Fall erfreuen!
In “JLA” geht es, dass merken wahrscheinlich auch keine Kenner der DC-Materie, um die Liga “JLA”. Eine Gruppierung des Superhelden-Universums, wo sich die Mächtigsten der Mächtigen vereinen, um Böses zu verhindern. Dabei kennzeichnete die Serie stets Epik, nicht anhaltende Action und viel Humor aus.
Die Entstehung der Animated-Serien hatte Auswirkungen auf die Comic-Industrie. Bruce Timm, der kreative Designer der Serien erschuf damit einen Zeichenstil, der für viele Zeichner inspirierend war und dadurch brillierte, dass mit möglichst wenig Strichen eine starke Mimik erzeugt wird.
Die Serie ist deshalb anders als die anderen Serien, da sie einen Schritt weiter geht, als es Zeichentrickserien für Kinder gewöhnlich tun. Wie äußert sich das? Nun, zum einen besitzt die Serie regelrecht komplexe Geschichten. Nahezu alle Geschichten sind Zweiteiler, viele sind auch in drei oder gar vier (!!!) Folgen aufgeteilt. Damit besitzt man die Möglichkeit, Geschichten auszuweiten und sie interessanter zu gestalten. Sie besitzen damit eine Länge von einer Fernsehfolge bis zu einem ganzen Spielfilm. Zudem werden Figuren aus “Animated Batman” wie auch von “Animated Superman” vorrausgesetzt.
Doch abgesehen davon wird das Universum von DC mit jeder Folge regelrecht erweitert. Es ist nicht nur ein einzelner Kampf gegen einen Bösewicht, sondern man lässt Städte, Firmen, Planeten und Charaktere auftreten, die aus dem gigantischen Fundus der Comicgeschichte stammen. Damit freut man sich mit jeder Folge, was man diesmal an Neues erlebt. In der einen Folge ist man auf Oa und sieht andere Wächter wie Kalibak, in der nächsten Folge befinden sich die Helden in Atlantis und treffen auf einen griesgrämmigen Arthur.
Mit dem Verlauf der Geschichten wird auch der Stil der Serie streckenweise düster, ja, regelrecht brutal. Die Opfer von Bösewichten sterben und auch einzelne, andere bekannte Figuren müssen ihr Ende finden.
Die Serie besitzt dabei natürlich neben vielen Durchhängern auch Mut für originelle Geschichten und besitzt einen erfrischenden Humor, der überwiegend von Flash oder Batman kommt.
Leider ist das Intro gänzlich fehl am Platz. Die “Animated”-Serie bestach mit unglaublich guten Intros. Während “Superman” nur musikalisch gut war und auch “Batman und Robin” nicht der Hammer war, ist das hier sehr lieblos gemacht. Billige Computeranimationen und langweilige, auf Krampf inzenierte epische Musik machen den Anfang jeder Folge nicht zum Highlight.
Während man bei “Batman” höchstens Superman auftreten ließ, ging man bei Superman so weit, dass man andere Charaktere außerhalb des Superman-Kosmos zeigte. Nun, in der “JLA”, entschloss man sich für sieben Hauptfiguren.
Batman: Diese Figur ist am ehesten mit seinem Zwilling aus “Animated Batman” zu vergleichen. Er ist nicht so gottgleich wie in der Liga aus den Comics von Morrisson, noch ist er so ein Arschloch wie bis vor kurzem in seiner eigenen Serie. Er besitzt starke Momente, wo seine Figur heraus sticht, ansonsten ist er aber einfach ein Mensch im Kostüm.
Superman: Generell haben sie fast alle Figuren in der Liga geschwächt. Das schadet ihm am meisten. Er hebt sich von der Stärke nicht von den anderen ab, ihn als das mächtigste Wesen zu bezeichen ist noch ganz weit weg. Damit geht ein Großteil seines Charakters weg. Er bleibt zwar der Anführer, aber abgesehen von seinem leichten “Kansas/Bauern”-Charakter fehlt ihm etwas.
Martian Manhunter: Auch er wurde stark entschwächt. Seine Stärke ist deutlich gemindert und gleichzusetzen mit der von Hawkgirl, also weit unter den großen “Drei”. Man besann sich beim ihm mehr auf seine mentalen Fähigkeiten.
Wonder Woman: Stärke-mäßig auf einem Level mit Superman ist dieser Charakter generell schön herausgearbeitet. Sie bekommt einzelne Folgen, wo man mehr von ihr erfährt.
Flash: Einer der besten Figuren der Serie. Er ähnelt vom Charakter zwar keinem der bekannten Flashs, ist aber ungeheuer witzig und immer irgendwie Prinz Charming bei den Frauen, was für einzigartige Momente sorgt.
Green Lantern: Die hier genommene Leuchte ist John Steward, was schon langweilig genug ist, allerdings ähnelt er auch seinem Charakter nicht viel. Alle Leuchten hatten Humor, die ihm gänzlich fehlt. Er wirkt sehr eindimensional.
Hawkgirl: Die schlimmste Figurenwahl. Schlimm genug, dass ihre Herkunft nicht erzählt wird, sondern einfach vorrausgesetzt wird bei einem der komplexesten und verwirrendesten Figuren des DCU. Man musste wohl noch eine Frau ins Team holen, allerdings hätte es da auch bessere Alternativen gegeben. Sie ist auch sonst recht platt und langweilig. Dafür ist sie die einzige, dessen Kräfteverhältnis nach oben geschraubt wurde. Als wilde Furie steht sie immerhin auf einem Level mit dem Manhunter.
Natürlich ist “JLA” immer noch am ehesten eine Serie für Kinder und für jung gebliebene, für Fans vom DCU allerdings sehr empfehlenswert, da es wirklich unterhalten kann!
In Kürze folgt noch jeweils eine kurze Kritik zu den einzelnen Staffeln!




(2 Stimmen, im Schnitt: 3.5 von 5) 

1 Kommentar | Einen eigenen Kommentar schreiben
Hab bisher nur die erste sehen könnten und fand sie sehr unterhaltsam. Dass Superman nicht mehr der Übergott ist gefällt mir allerdings gut.
10.12.08 09:53 Uhr | | Nach oben
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